Vulcan Energy hat gleich zwei Nachrichten geliefert, die den Kurs bewegen. Das australische Lithiumunternehmen startet den Bau seiner zentralen Lithiumanlage in Frankfurt — und sichert sich eine fünfjährige Befreiung von Produktionsabgaben in Rheinland-Pfalz.
Die Royalty-Befreiung gilt für das Projekt „Lionheart“ und verschafft Vulcan einen konkreten Kostenvorteil in der Anlaufphase. Hessens Ministerpräsident Boris Rhein nahm am Spatenstich im Industriepark Höchst teil. Das unterstreicht, welche politische Bedeutung das Projekt in der Region genießt.
Anlage wandelt Lithium per Elektrolyse um
Die neue Anlage soll Lithiumchlorid per Elektrolyse in Lithiumhydroxid-Monohydrat umwandeln. Das Produkt ist ein Schlüsselrohstoff für Batteriezellen in Elektrofahrzeugen. Die EU stuft das Vorhaben als strategisches Projekt unter dem Critical Raw Materials Act ein.
Phase 1 zielt auf eine Jahreskapazität von 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid — genug für rund 500.000 Elektrofahrzeuge. Die Finanzierung von 2,2 Milliarden Euro stand bereits im Dezember 2025. Den Produktionsstart plant Vulcan für 2028. Siemens liefert die Automatisierungstechnik.
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Kursentwicklung mit Licht und Schatten
Der Markt reagierte deutlich. Am Freitag legte die Aktie 17 Prozent auf 2,70 USD zu. Über 30 Tage summiert sich der Anstieg auf knapp 38 Prozent. Allerdings notiert das Papier noch rund 32 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 3,98 USD.
Profitabel ist Vulcan bislang nicht. Der Nettoverlust lag zuletzt bei knapp 70 Millionen Euro. Das ist bei einem Unternehmen in dieser Bauphase keine Überraschung — Einnahmen kommen frühestens ab 2028.
Neben Lithium soll die Anlage jährlich 275 GWh Ökostrom und 560 GWh erneuerbare Wärme erzeugen. Ob diese Nebenprodukte den Projektwert langfristig heben, hängt von den Energiepreisen ab, die Vulcan 2028 vorfindet.
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