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Symbolbild, KI-generiert

Vulcan Energy: €40 Millionen Siemens-Vertrag

Vulcan Energy sichert sich Siemens als Technologiepartner für das Lionheart-Projekt. Die Aktie reagiert dennoch mit Kursverlusten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Siemens-Liefervertrag über 40 Millionen Euro
  • Automatisierungstechnik für Lithium-Gewinnung
  • Produktionsstart für 2028 geplant
  • Aktie fällt trotz positiver Nachricht

Ein Meilenstein in der Projektentwicklung, ein Dämpfer an der Börse. Vulcan Energy hat den letzten großen Liefervertrag für sein Lithium-Projekt im Oberrheingraben unterzeichnet. Die Reaktion der Anleger fällt allerdings verhalten aus.

Der australische Entwickler vergibt einen Auftrag im Wert von rund 40 Millionen Euro an Siemens. Der Technologiekonzern liefert die komplette Automatisierungs- und Digitalisierungstechnik für das „Lionheart“-Projekt. Die Vereinbarung reicht weit in die Zukunft. Bis mindestens 2035 fungiert Siemens als bevorzugter Technologielieferant für kommende Ausbaustufen.

Von der Quelle bis zur Batterie

Die technische Infrastruktur bildet das Rückgrat der geplanten Wertschöpfungskette. Vulcan plant die Lithiumchlorid-Gewinnung am Standort Landau. Die anschließende Veredelung zu batteriefähigem Lithiumhydroxid erfolgt im Industriepark Frankfurt-Höchst. Aktuell betreibt das Unternehmen an beiden Standorten Pilotanlagen im Maßstab 1:50.

Neben dem Batterierohstoff steht die Energieerzeugung im Fokus. Die Siemens-Systeme steuern künftig eine jährliche Produktion von 275 Gigawattstunden erneuerbarem Strom. Hinzu kommen 560 Gigawattstunden Wärme. Diese Überschüsse sollen lokale Verbraucher versorgen und den auf 30 Jahre angelegten Industriebetrieb klimaneutral machen.

Rote Vorzeichen an der Börse

Am Kapitalmarkt sorgte die Nachricht nicht für den erhofften Schub. Die Vulcan-Aktie schloss am Mittwoch bei 3,64 US-Dollar. Das entspricht einem Tagesverlust von gut drei Prozent. Rund drei Millionen Papiere wechselten während der Handelssitzung den Besitzer.

Charttechniker werten die aktuelle Phase als riskant. Marktbeobachter machen eine wichtige Unterstützungsmarke bei 3,46 US-Dollar aus. Die jüngste Abwärtsbewegung trübt das kurzfristige Bild für den Entwickler von Batteriemetallen ein.

Blick auf den Produktionsstart

Mit dem Abschluss der Beschaffungsphase rückt nun der Bau der Anlagen in den Mittelpunkt. Vulcan peilt eine jährliche Kapazität von 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid an. Diese Menge reicht für etwa eine halbe Million Elektroauto-Batterien. Die Finanzierung ist durch ein bereits gesichertes Paket über 2,2 Milliarden Euro abgedeckt.

Der Zeitplan für die kommerzielle Umsetzung ist eng getaktet. Nach dem Start der Hauptbauarbeiten avisiert das Management den Produktionsbeginn für das Jahr 2028. Die nun vertraglich gesicherte IT- und Automatisierungstechnik von Siemens bildet die technische Voraussetzung, um diese Frist zu halten.

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