Die Europäische Investitionsbank (EIB) gibt grünes Licht für ein gewaltiges Lithium-Projekt im Oberrheingraben. Politische Rückendeckung und feste Abnahmeverträge flankieren die Entscheidung. An der Börse reagieren Investoren auf die Nachrichtenflut mit einem massiven Abverkauf.
Millionen für die heimische Lieferkette
Die EIB sichert Vulcan Energy 250 Millionen Euro für die erste Phase des Lionheart-Projekts zu. Das Vorhaben soll bis 2030 rund zwölf Prozent des europäischen Bedarfs an Lithiumhydroxid decken. Parallel dazu lenkt die Politik ein. Rheinland-Pfalz befreit die Lithiumförderung bis Ende des Jahrzehnts von der Förderabgabe, um den Aufbau heimischer Lieferketten zu beschleunigen.
Die fundamentalen Fortschritte spiegeln sich auf dem Kurszettel kaum wider. Am Freitag brach das Papier um fast zwölf Prozent auf 2,42 US-Dollar ein. Mit einer extrem hohen Volatilität bleibt der Titel ein Spielball für Spekulanten. Auf Monatssicht steht zwar noch ein sattes Plus, das Rekordhoch rückt jedoch in weite Ferne.
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Anlagenbau und Abnahmeverträge
Operativ treibt das Management die Expansion voran. Seit April 2024 produziert die erste Optimierungsanlage hochreines Lithiumchlorid, das in Frankfurt zu batteriefähigem Material weiterverarbeitet wird. Am Standort Trappelberg bei Landau laufen derweil die Vorbereitungen für die Hauptbohrphase.
Die kommerzielle Basis stützen langfristige Abnahmeverträge mit Stellantis, LG Energy Solution und Glencore. Fast drei Viertel der vereinbarten Volumina für das erste Jahrzehnt sind durch Preisuntergrenzen abgesichert.
Am 29. April legt Vulcan Energy die Zahlen für das erste Quartal vor. Im Fokus steht der operative Mittelabfluss, der zuletzt bei 7,2 Millionen Euro lag. Spätestens zur Hauptversammlung Ende Mai muss der Vorstand belegen, dass der Weg zum Produktionsstart 2028 finanziell und zeitlich im Rahmen bleibt.
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