Vulcan Energys Lithium-Extraktionstechnologie gewinnt international an Fahrt — während der Kurs unter Druck bleibt. Partner Cosmos Exploration hat für seine Tochter EAU Lithium einen Vertrag mit dem südamerikanischen Ingenieur- und Bauunternehmen SEPCON unterzeichnet. Das Ziel: Vulcans VULSORB®-Technologie in Bolivien zu etablieren.
Pilotanlage für bolivianische Salzseen
Der unterzeichnete Master Services Agreement zwischen EAU Lithium und SEPCON umfasst Transport, Aufbau und Inbetriebnahme einer Pilotanlage. Hinzu kommen Prozessoptimierung und technische Machbarkeitsstudien. Grundlage ist eine bereits bestehende Lizenzvereinbarung für Vulcans geschlossenes VULSORB® A-DLE-Verfahren zur direkten Lithiumextraktion.
EAU Lithium hatte zuvor die Pilotanlage PP4 von einer Vulcan-Tochter erworben. Damit will das Unternehmen die DLE-Technologie an bolivianischen Solen testen. Vulcan positioniert sein „Made in Germany“-Verfahren so als globale Lösung für nachhaltige Lithiumproduktion.
Lionheart-Projekt mit Milliarden-Finanzierung
Parallel läuft das Kernprojekt in Europa auf Hochtouren. Ende Mai 2026 schloss Vulcan das Finanzierungspaket für das Lionheart-Projekt ab — ein Volumen von 2,2 Milliarden Euro aus Eigen- und Fremdkapital. Das Geld fließt in den Bau der ersten Phase im Oberrheintal.
Das Lionheart-Projekt zielt auf eine Jahreskapazität von 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid-Monohydrat — genug für rund 500.000 Elektrofahrzeugbatterien. Die Anlage soll außerdem 275 GWh Strom und 560 GWh Wärme pro Jahr für die Region erzeugen.
Kurs weit unter Durchschnitt
Operative Fortschritte hin oder her: Die Aktie steht technisch unter Druck. Mit 2,02 Euro liegt der Kurs rund 22 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 2,61 Euro. Seit Jahresbeginn hat das Papier mehr als ein Fünftel seines Werts verloren. Der RSI von 42,5 signalisiert eine Konsolidierungsphase, kein klares Kaufsignal.
Heute beginnt in Las Vegas die Fastmarkets Global Lithium, Battery & Critical Materials Conference — ein Branchentreffen, das Impulse für den Lithiumsektor liefern könnte. Ob das reicht, um die Stimmung rund um Vulcan zu drehen, wird sich in den kommenden Handelstagen zeigen.
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