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Vulcan Energy Aktie: Siemens steigt als Minderheitsinvestor ein

Vulcan Energy treibt das Lionheart-Projekt voran, während die Liquidität auf 364 Millionen Euro sinkt. Analysten sehen trotz Kursverlusten Potenzial.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Bau der Lithiumanlage in Frankfurt gestartet
  • Kassenbestand um 159 Millionen Euro gesunken
  • Lieferverträge mit Stellantis und Siemens
  • Analysten-Kursziel liegt bei 4,45 Euro

Vulcan Energy Resources baut sein Lithiumprojekt in Deutschland zügig aus — während die Aktie noch weit unter ihren Vorjahreswerten notiert. Der Kurs steht bei rund 2,33 Euro und damit gut 41 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch vom Oktober 2025. Seit Jahresbeginn hat die Aktie knapp elf Prozent verloren.

Bau schreitet voran, Kapital fließt ab

Im ersten Quartal 2026 verbrannte Vulcan Energy 76 Millionen Euro. Das Geld floss in Grundstückskäufe, Meilensteinzahlungen an Auftragnehmer und den Bau einer ORC-Kraftanlage. Die Kassenreserven sanken von 523 Millionen Euro zu Jahresbeginn auf 364 Millionen Euro — weitere 63 Millionen Euro stecken in Sicherheitsleistungen.

Das Kernprojekt ist das Lionheart-Projekt im Oberrheingraben. Im April startete der Bau der zentralen Lithiumchemieanlage im Industriepark Höchst in Frankfurt. Zur Grundsteinlegung erschienen Hessens Ministerpräsident Boris Rhein und Frankfurts Oberbürgermeister Mike Josef. Phase Eins zielt auf eine Jahreskapazität von 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid. Der vierte Produktionsstandort wird vorbereitet, der V10-Bohrturm soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 mobilisiert werden.

Starke Abnahmeseite, neuer Investor

Die kommerzielle Basis steht. Vulcan hat Lieferverträge mit Umicore, LG Energy Solution, Stellantis und Glencore abgeschlossen. Stellantis erhält über zehn Jahre 128.000 Tonnen Lithiumhydroxid — der größte Einzelvertrag im Portfolio. LG Energy Solution nimmt 31.000 Tonnen über sechs Jahre ab, Glencore bis zu 44.000 Tonnen über acht Jahre, teilweise mit Preisuntergrenze.

Hinzu kommt Siemens. Der Konzern hat eine Rahmenvereinbarung unterzeichnet: Siemens Financial Services steigt als Minderheitsinvestor in ein Konsortium ein. Parallel gilt Siemens bis 2035 als bevorzugter Lieferant für Automatisierungs- und Digitalisierungstechnik.

Analysten bleiben optimistisch

Canaccord Genuity bestätigte Ende April seine Kaufempfehlung. Das Konsensus-Kursziel der Analysten liegt bei 4,45 Euro — rund 91 Prozent über dem aktuellen Kurs. Das spiegelt die Erwartung wider, dass Vulcan den Weg bis zur Lithiumproduktion ohne größere Rückschläge geht.

Ob das gelingt, entscheidet sich in den nächsten Monaten. Vulcan peilt für das zweite Quartal 2026 den formalen Finanzierungsabschluss für das Lionheart-Projekt an. Am 28. Mai trifft sich das Unternehmen zur Hauptversammlung in Perth, wo CEO Cris Moreno den Aktionären Rechenschaft ablegen wird. Den kommerziellen Betrieb plant Vulcan für 2028 — bis dahin bleibt das Tempo beim Bau und beim Finanzierungsabschluss der entscheidende Taktgeber.

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