Vulcan Energy Resources hat die Preliminary Feasibility Study (PFS) für Project Ludwig fertiggestellt, das zweite deutsche Lithium- und Erneuerbare-Wärme-Projekt des Unternehmens. Das Unternehmen teilte mit, die Studie zeige verbesserte Wirtschaftlichkeit und eine wiederholbare Wachstumsstrategie für weitere Projekte dieser Art.
Medienberichten zufolge peilt die PFS eine Jahresproduktion von 21.100 Tonnen batteriefähigem Lithiumkarbonat an, zudem habe Vulcan mögliche EU-Verkäufe für das Projekt angesprochen.
Die Mitteilung erfolgte am gestrigen Mittwoch spät am Abend. Project Ludwig ist als integriertes Lithiumchemie- und Wärmeprojekt in der Region Ludwigshafen konzipiert und ergänzt damit das bereits laufende Phase-1-Projekt Lionheart, das nach früheren Angaben eine Kapazität von 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid pro Jahr erreichen und ab 2028 produzieren soll. Mit Ludwig baut Vulcan sein Portfoliomodell aus einer wiederholbaren Kombination aus Lithiumgewinnung und geothermischer Wärmenutzung weiter aus.
Kursreaktion fällt verhalten aus
Die Aktie reagierte am heutigen Donnerstag mit einem Plus von 2,7 Prozent auf 1,65 Euro. Der Kurs bewegt sich damit weiterhin deutlich unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 1,73 Euro, was auf eine noch fragile mittelfristige Erholung hindeutet. Auf Jahressicht steht die Aktie mit 35 Prozent im Minus, ein Zeichen dafür, dass selbst positive Projektnachrichten das Vertrauen der Anleger bislang nicht nachhaltig zurückgewinnen konnten.
Ausblick: Halbjahresbericht und weitere Termine
Parallel zur Ludwig-Studie rückt der nächste Pflichttermin näher: Für September 2026 ist der Halbjahresbericht angekündigt, in einer Ankündigung wird der 11. September genannt. Anleger dürften diesen Bericht nutzen, um die finanzielle Basis für die weitere Entwicklung von Ludwig und Lionheart einzuordnen, insbesondere im Hinblick auf Kapitalbedarf und Zeitplan der beiden Projekte.
Zusätzlich liegt eine Stimmrechtsmitteilung von AXA Investment Managers UK vor, die nach WpHG-Vorgaben veröffentlicht wurde. Die Meldung datiert auf den 24. August und wurde am gestrigen Mittwoch verbreitet, Details zur konkreten Veränderung der Beteiligungshöhe gehen aus der Mitteilung nicht hervor.
Insgesamt zeigt die Ludwig-PFS, dass Vulcan Energy sein Zwei-Projekte-Modell in Deutschland konsequent vorantreibt. Ob sich das in einer nachhaltigen Kurserholung niederschlägt, dürfte maßgeblich davon abhängen, wie belastbar die im Halbjahresbericht präsentierten Finanzkennzahlen ausfallen und wie der Markt die angepeilten EU-Absatzmöglichkeiten für Ludwig bewertet.
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