Vulcan Energy geriet am Freitag in ein schwaches Umfeld für australische Lithiumaktien; das Papier verlor 11%. Medienberichten zufolge belasteten ein Rückgang der Lithiumcarbonatpreise um nahezu 20% im vorangegangenen Monat sowie Sorgen um das weltweite Angebot und die Nachfrage den Sektor.
Investitionsabfluss prägt die Finanzlage
Vulcan Energy meldete am Freitag für das Ende September abgeschlossene Quartal 2026 einen Nettozahlungsmittelabfluss aus Investitionstätigkeit von 97,961 Millionen Euro. Zum Quartalsende verfügte das Unternehmen über Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von 129,432 Millionen Euro. Beide Angaben stammen aus dem veröffentlichten Kapitalflussbericht.
Daneben wies Vulcan weitere Einlagen von 80,0 Millionen Euro aus, die nicht innerhalb von 90 Tagen zugänglich waren. Nach Angaben des Unternehmens sollen diese Gelder vor dem 31. Dezember 2026 verfügbar werden. Diese erwartete Verfügbarkeit ist damit von den bereits zum Quartalsende ausgewiesenen Zahlungsmitteln zu unterscheiden.
Die zusammengefasste Position aus Zahlungsmitteln und den erst nach längerer Frist zugänglichen Einlagen bezifferte Vulcan zum Ende September auf 209,4 Millionen Euro. Die Angabe umfasst damit auch Gelder, auf die das Unternehmen nicht unmittelbar zugreifen konnte.
Erste Mittel von Partnern und Staat
Im Septemberquartal erhielt Vulcan nach eigenen Angaben 53,7 Millionen Euro aus den ersten beiden Eigenkapitalabrufen bei strategischen Partnern. Außerdem flossen 10,7 Millionen Euro an deutschen staatlichen Fördermitteln. Damit begannen sowohl die Abrufe bei den Eigenkapitalpartnern als auch die Auszahlung der Fördergelder.
Die Entwicklungsausgaben im Quartal beliefen sich auf 88,8 Millionen Euro. Im Quartalsbericht zum Baufortschritt von Lionheart erklärte Vulcan, Bauarbeiten und Bohrungen lägen innerhalb des Zeit- und Budgetrahmens.
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