Im Oberrheingraben nimmt das Lithium-Projekt von Vulcan Energy physische Gestalt an. Der Aufbau der Förderanlagen verschlingt dreistellige Millionenbeträge, liefert aber handfeste geologische Resultate. Das Tempo auf der Baustelle entscheidet nun darüber, ob der Zeitplan bis zur kommerziellen Produktion hält.
Die hauseigene Bohrsparte Vercana hat das fünfte Produktionsbohrloch LSC-1 vorzeitig und ohne Zwischenfälle fertiggestellt. Erste Tests zeigen eine Produktionskapazität von bis zu 125 Litern pro Sekunde. Dieser Wert übertrifft die ursprünglichen Zielvorgaben des Entwicklungsplans deutlich. Für Investoren beseitigt die erfolgreiche Bohrung ein zentrales geologisches Risiko auf dem Weg zur ersten Lithiumförderung.
Der zügige Ausbau an mehreren deutschen Standorten hinterlässt Spuren in der Bilanz. Zum Ende des ersten Quartals belief sich der Kassenbestand auf rund 364 Millionen Euro. Zum Jahreswechsel wies das Unternehmen noch Reserven von 523 Millionen Euro aus. Der Rückgang spiegelt die hohen Vorlaufkosten in der aktuellen Bauphase wider.
Warten auf den Milliardenkredit
Abhilfe soll der Abschluss der Projektfinanzierung schaffen. Das Management rechnet im zweiten Quartal mit dem endgültigen Vollzug für die Fremd- und Eigenkapitaltranchen. Dieser Schritt würde den Zugriff auf den zugesagten Kredit eines Bankenkonsortiums in Höhe von knapp 1,2 Milliarden Euro freigeben. Die Einstufung als strategisches Projekt durch die Europäische Union hatte diese Finanzierung maßgeblich erleichtert.
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Am Aktienmarkt honorieren Anleger die jüngsten Fortschritte. Der Kurs kletterte im vergangenen Monat um rund 17 Prozent und ging am Donnerstag bei 2,39 Euro aus dem Handel. Damit hat das Papier seinen kurzfristigen Abwärtstrend vorerst gestoppt.
Nächste Schritte und Verwässerungsrisiko
Parallel dazu laufen die Vorbereitungen für den weiteren Ausbau auf Hochtouren. Im zweiten Halbjahr soll eine zweite Bohranlage mobilisiert werden, während am vierten Produktionsstandort bereits die Bauarbeiten laufen. Zeitgleich produziert ein Auftragsfertiger die ersten Mengen des firmeneigenen Absorptionsmaterials VULSORB, das für die Lithiumextraktion aus der heißen Sole zwingend benötigt wird.
Das Management hat bereits signalisiert, dass das langfristige Produktionsziel weiteres Kapital erfordert. Eine Verwässerung der Altaktionäre bleibt somit ein realistisches Szenario. Etwas Kostendruck nimmt immerhin der Verzicht von Rheinland-Pfalz auf Förderabgaben bis Ende 2030 aus dem System. Konkrete Antworten zur weiteren Finanzierungsstrategie liefert die Hauptversammlung am 28. Mai in Perth. Dort steht neben dem operativen Ausblick auch die formelle Wahl des Hochtief-Vertreters Roberto Gallardo in den Aufsichtsrat auf der Agenda.
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