Operativ macht Vulcan Energy Fortschritte — die Börse bleibt skeptisch. Während das Unternehmen an einem zweiten Bohrstandort in der Pfalz den Spatenstich vollzogen hat und die erste Lithium-Produktionslizenz Deutschlands in der Tasche hält, notiert die Aktie auf europäischen Börsen rund 70 Prozent unter dem durchschnittlichen Analystenkursziel von 4,45 Euro.
Zweiter Standort nimmt Form an
Am Standort Trappelberg im Landkreis Südliche Weinstraße nahe Landau hat Vulcan Energy die Bauarbeiten aufgenommen. Es ist der zweite Bohrstandort nach Schleidberg, wo die erste geothermische Bohrung bereits abgeteuft und getestet wurde. Die eigentlichen Bohrarbeiten in Trappelberg sollen in der zweiten Jahreshälfte 2026 beginnen. Zum Schutz oberflächennaher Grundwasservorkommen wurde bereits ein Tiefengrundwasser-Überwachungsbrunnen fertiggestellt. Insgesamt plant Vulcan fünf solcher Standorte in der Region.
Der Bau der integrierten Anlage zur Geothermie-Energiegewinnung und Lithiumproduktion läuft seit Dezember 2025 — dem Zeitpunkt, an dem die Gesamtfinanzierung von 2,2 Milliarden Euro gesichert wurde.
Lizenz erteilt, Quartalsbericht im Anmarsch
Regulatorisch hat Vulcan einen bedeutenden Schritt vollzogen: Am 17. März erhielt das Unternehmen die erste Lithium-Produktionslizenz, die je im Oberrheingraben und im Bundesland Rheinland-Pfalz erteilt wurde. Die sogenannte LiThermEx-Lizenz gilt zunächst sechs Jahre für das Geothermiegebiet Insheim. Vulcan strebt eine Verlängerung an, die die geplante Projektlaufzeit von 30 Jahren abdecken soll.
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Am 29. April folgt der Quartalsbericht für Q1 2026. Im Vorquartal verzeichnete Vulcan einen operativen Mittelabfluss von 7,2 Millionen Euro, hauptsächlich durch Personal- und Entwicklungskosten. Anleger werden die neuen Zahlen vor allem auf Kostendisziplin an der Baustelle hin prüfen. Zuvor, am 15. April, endet die Frist für Vorstandsnominierungen; die Hauptversammlung findet am 28. Mai statt.
Kursziel weit entfernt
Drei Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf, keiner zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel auf ASX-Basis liegt bei 7,92 australischen Dollar — die Aktie schloss zuletzt bei 3,28 AUD. Auf europäischen Börsen notiert der Titel bei 2,62 Euro, rund 13 Prozent unter dem Niveau vor einem Jahr und mehr als 18 Prozent unter dem gleitenden 200-Tage-Durchschnitt.
Ob der Q1-Bericht am 29. April die Stimmung dreht, hängt maßgeblich davon ab, ob Vulcan die Baukosten im Rahmen hält und den Zeitplan für den Produktionsstart 2028 mit einem Jahresziel von rund 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid bestätigen kann.
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