Vulcan Energy hat den letzten großen Beschaffungsvertrag für das Lionheart-Projekt unterzeichnet. Mit Siemens als Hauptautomatisierungspartner ist die Planungsphase offiziell abgeschlossen — der Übergang zur Bauausführung beginnt jetzt.
Siemens übernimmt die Automatisierungsführung
Der Rahmenvertrag mit Siemens umfasst rund 40 Millionen Euro und deckt Engineering, Automatisierung, Telekommunikation sowie Gebäudetechnik ab. Siemens wird als Main Automation Contractor für alle drei Kernbereiche des Projekts tätig: die Lithiumextraktionsanlage in Landau, die zentrale Lithiumanlage im Industriepark Höchst und die Produktionsbohrstandorte.
Konkret liefert Siemens ein verteiltes Leitsystem, industrielle Netzwerk- und Cybersicherheitsinfrastruktur sowie Sicherheitssysteme. Der Vertrag ist als Rahmenvereinbarung strukturiert, sodass Vulcan einzelne Arbeitspakete gestaffelt abrufen kann — passend zum Baufortschritt.
Hinzu kommt ein Memorandum of Understanding, das Siemens bis 2035 zum bevorzugten Automatisierungs- und Digitalisierungslieferanten macht. Die Partnerschaft gilt ausdrücklich auch für künftige Projektphasen über Lionheart hinaus.
Mehr als ein Liefervertrag
Die Beziehung zu Siemens reicht tiefer als ein reiner Zuliefererdeal. Siemens Financial Services hat bereits 67 Millionen Euro als Teil des milliardenschweren Finanzierungspakets zugesagt.
Dieses Paket umfasst insgesamt 2,2 Milliarden Euro: rund 1,185 Milliarden Euro in erstrangigen Krediten von 13 Finanzinstituten — darunter die Europäische Investitionsbank und fünf Exportkreditagenturen — sowie 204 Millionen Euro an deutschen Bundesfördermitteln. Eigenkapital steuern KfW, HOCHTIEF und Siemens Financial Services bei.
Das Produktionsziel: 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid-Monohydrat pro Jahr, ausreichend für rund 500.000 Elektrofahrzeugbatterien. Als Nebenprodukte entstehen 275 GWh erneuerbare Energie und 560 GWh Wärme jährlich für lokale Verbraucher — über eine geplante Projektlaufzeit von 30 Jahren.
Quartalsbericht als nächster Prüfstein
Die Vulcan-Aktie legte am Montag moderat zu, was den Markt widerspiegelt: Der Siemens-Vertrag war erwartet worden, kein Überraschungskatalysator. Das eigentliche Interesse gilt dem Quartalsbericht, den Vulcan am 29. April vorlegt.
Es ist der erste detaillierte Finanzbericht seit der finalen Investitionsentscheidung im Dezember 2025. Beobachter werden prüfen, ob der operative Mittelabfluss von 7,2 Millionen Euro aus dem Vorquartal — überwiegend Personal- und Entwicklungskosten — trotz der anlaufenden Bauaktivitäten an mehreren Standorten kontrolliert geblieben ist.
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