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Vulcan Energy Aktie: 15 Millionen Aktien bei State Street

Trotz Kursverlusten von 27 Prozent steigen State Street und Hochtief bei Vulcan Energy ein. Das Lionheart-Projekt ist mit 2,2 Milliarden Euro finanziert.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • State Street überschreitet Drei-Prozent-Marke
  • Hochtief hält bereits 15 Prozent der Anteile
  • Lionheart-Projekt mit 2,2 Milliarden finanziert
  • Produktionstest der zweiten Bohrung erwartet

Starke operative Fortschritte, schwache Kurse. Bei dem Lithium-Entwickler Vulcan Energy klaffen Realität und Marktstimmung spürbar auseinander. Die Aktie schloss am Mittwoch bei 1,91 Euro. Seit Jahresanfang beläuft sich das Minus auf knapp 27 Prozent.

Institutionelles Interesse wächst

Großanleger nutzen die tieferen Kurse offenbar zum Einstieg. Der US-Finanzkonzern State Street meldete Anfang Juni das Überschreiten der Drei-Prozent-Schwelle. Die Amerikaner halten nun direkte Stimmrechte aus rund 15 Millionen Aktien.

Das ist kein Einzelfall. Der Baukonzern Hochtief kontrolliert bereits gut 15 Prozent der Anteile. Im April zog Hochtief-Stratege Roberto Gallardo in den Verwaltungsrat von Vulcan Energy ein.

Milliarden-Paket steht

Operativ liefert das Management ab. Ende Mai meldete Vulcan den finanziellen Abschluss für das Lionheart-Projekt. Das Paket umfasst 2,2 Milliarden Euro.

Es setzt sich aus vorrangigen Schulden, Eigenkapital und staatlichen Zuschüssen zusammen. Das Geld deckt den Bau und den ersten Produktionshochlauf ab. Parallel dazu startete der Bau der zentralen Lithium-Chemiefabrik im Frankfurter Industriepark Höchst.

Die kommerzielle Basis ist solide. Bereits 72 Prozent der geplanten Produktion sind über Festpreisverträge abgesichert. Hochtief übernimmt den Bau der Anlagen. Das Projekt profitiert auch von politischem Rückenwind. Die EU stuft das Vorhaben als strategisch wichtig ein.

Bohrungen und kleine Verwässerung

In Landau läuft die Förderung an. Die erste Produktionsbohrung liefert starke Fließraten. Die zweite Bohrung hat ihre Zieltiefe von 3.000 Metern erreicht.

Auf der Kapitalseite drückt eine leichte Verwässerung auf die Stimmung. Das Unternehmen gab Anfang Juni rund 750.000 neue Aktien aus. Diese stammen aus der Wandlung bestehender Optionen.

Ein Detail fällt auf: CEO Francis Wedin wandelte eigene Erfolgsaktien zu einem fiktiven Preis von vier australischen Dollar um. Dieser Wert liegt weit über dem aktuellen Marktkurs.

Der Markt verlangt nun weitere Beweise. Die Aktie notiert aktuell rund 52 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Auch der 200-Tage-Durchschnitt ist weit entfernt.

Der nächste wichtige Katalysator ist der Produktionstest der zweiten Bohrung. Die Ergebnisse werden für das zweite Quartal erwartet. Am 30. Juli veröffentlicht Vulcan Energy seinen Quartalsbericht. Spätestens dann rechnen Beobachter mit den lang erwarteten Testdaten.

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