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Vonovia Aktie: Krisenstimmung allgegenwärtig?

Ein Vorstandsmitglied kauft Aktien zu einem niedrigen Kurs, während Barclays das Kursziel senkt und auf das schwierige Marktumfeld verweist.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Vorstandsmitglied erwirbt privat 4.500 Aktien
  • Barclays senkt Kursziel auf 23 Euro
  • Hohe Finanzierungskosten belasten Immobiliensektor
  • Aktie notiert nahe 52-Wochen-Tief

Während die britische Investmentbank Barclays ihre ohnehin skeptische Haltung gegenüber dem Bochumer Immobilienkonzern weiter verschärft, sendet das Management ein deutliches Zeichen des Vertrauens. Ein Vorstandsmitglied nutzte das stark gesunkene Kursniveau in den vergangenen Tagen für einen privaten Zukauf. Diese gegensätzlichen Signale treffen auf ein makroökonomisches Umfeld, das dem gesamten Sektor weiterhin zusetzt.

Am Dienstag wurde offiziell publiziert, dass Vorstandsmitglied Arnd Fittkau bereits am 24. März 4.500 eigene Papiere erworben hat. Bei einem Ausführungskurs von 21,25 Euro belief sich das Transaktionsvolumen auf rund 95.600 Euro. Der Einstieg erfolgte kurz vor dem Erreichen des neuen 52-Wochen-Tiefs bei 20,97 Euro, das am vergangenen Freitag markiert wurde. Aktuell notiert der Titel bei 21,70 Euro, blickt aber auf einen spürbaren Monatsverlust von knapp 22 Prozent zurück.

Barclays sieht anhaltende Hürden

Einen deutlichen Kontrast zum Zukauf des Vorstands liefert die jüngste Einschätzung von Barclays. Analyst Paul May senkte das Kursziel am Dienstag geringfügig von 24 auf 23 Euro und beließ die Einstufung auf „Underweight“. Als Hauptgrund nannte er das schwierige deutsche Wohnimmobilienumfeld. Käufer und Verkäufer fänden preislich nach wie vor kaum zusammen. Für eine nachhaltige Erholung der Branche seien deutlich bessere Finanzierungskonditionen zwingend erforderlich.

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Zinsdruck und neue Stimmrechte

Genau diese erhoffte Entspannung bei der Finanzierung lässt auf sich warten. Die Europäische Zentralbank hat ihre Inflationsprognose für das laufende Jahr auf 2,6 Prozent angehoben. Gleichzeitig verteuerte die staatliche Förderbank KfW zum Monatsende ihre Konditionen für das Wohneigentumsprogramm auf über vier Prozent Effektivzins. Neben diesen Belastungsfaktoren meldete der Konzern zudem eine technische Änderung der Kapitalstruktur: Durch die Ausgabe von Bezugsaktien im Rahmen einer bedingten Kapitalerhöhung stieg die Gesamtzahl der Stimmrechte zum März-Ende auf rund 848,4 Millionen Stück.

Das Spannungsfeld für den Immobilienkonzern bleibt somit bestehen. Die Diskrepanz zwischen dem anhaltenden Gegenwind durch hohe Bauzinsen und dem demonstrativen Zukauf aus der Chefetage illustriert die aktuelle Zerrissenheit des Marktes. Solange die Finanzierungskosten auf dem jetzigen Niveau verharren, dürfte eine fundamentale Erholung des Sektors auf Widerstand stoßen.

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