Der Immobilienriese liefert solide operative Zahlen und profitiert von steigenden Mieten in den Innenstädten. Ein 15 Millionen Euro schweres Abfindungspaket für den ehemaligen Vorstandschef Rolf Buch zieht nun jedoch den Zorn der Aktionärsschützer auf sich. Kurz vor der anstehenden Hauptversammlung droht die strategische Neuausrichtung unter dem neuen CEO Luka Mucic in den Hintergrund zu rücken.
Kritik am Millionenpaket
Der kürzlich veröffentlichte Vergütungsbericht offenbart die lukrativen Details von Buchs vorzeitigem Abgang Ende 2025. Neben einer klassischen Abfindung von rund 5,8 Millionen Euro fließen weitere 3,3 Millionen Euro als Karenzentschädigung für ein Wettbewerbsverbot. Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) stuft diese Zahlungen als unverhältnismäßig ein und sieht einen Verstoß gegen den Corporate-Governance-Kodex. Auch die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) mahnt an, dass die rechtlich korrekte Konstruktion politisch schwer vermittelbar sei.
Operatives Geschäft liefert Rückenwind
Abseits der Personaldebatte entwickelt sich das Kerngeschäft robust. Eine Untersuchung des Kiel Instituts für Weltwirtschaft (IfW) belegt, dass Wohnungen in zentralen Lagen im vergangenen Jahr im Schnitt 27 Prozent teurer waren als in Randbezirken. Besonders in München und Düsseldorf zogen die Preise stark an, da Innenstadtwohnungen nach der Phase steigender Zinsen nun eine Gegenbewegung verzeichnen.
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Auch die eigenen Bücher weisen in die richtige Richtung. Für das abgelaufene Jahr 2025 meldete Vonovia ein bereinigtes EBITDA von 2,8 Milliarden Euro, was einem Plus von sechs Prozent entspricht. Durch eine erfolgreiche Anleiheplatzierung sank der Verschuldungsfaktor auf 14,0. Um die Nettoverschuldung bis 2028 weiter zu drücken, plant das Management ein Verkaufsprogramm im Volumen von fünf Milliarden Euro.
Wichtige Termine im Mai
Am Kapitalmarkt verpuffen diese strukturellen Steilvorlagen bisher. Seit Jahresbeginn 2026 hat das Papier rund neun Prozent an Wert verloren, wobei hohe Bauzinsen den Kurs weiterhin belasten. Für Aktionäre rücken nun die kommenden Wochen in den Fokus, die einen dichten Terminkalender bereithalten:
- 7. Mai 2026: Vorlage der Zahlen zum ersten Quartal
- 21. Mai 2026: Hauptversammlung mit Abstimmung zum Vergütungsbericht
- 22. Mai 2026: Ex-Tag der Dividende
- 26. Mai 2026: Auszahlung der Dividende (1,25 Euro je Aktie)
Auf der Hauptversammlung am 21. Mai muss sich der neue CEO Luka Mucic den kritischen Fragen zum Vergütungsbericht stellen. Er steht in der Pflicht, künftige Vorstandsverträge spürbar zu straffen und den Investoren gleichzeitig zu beweisen, dass die versprochene Bilanzdisziplin konsequent umgesetzt wird.
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