Pünktlich zur Präsentation der neuen Konzernstrategie sendet ein prominenter Investor ein negatives Signal. Die DWS Investment GmbH hat ihre Beteiligung an Deutschlands größtem Immobilienkonzern unter eine wichtige Meldeschwelle reduziert. Dieser Schritt überschattet die ehrgeizigen Entschuldungspläne des neuen Vorstandschefs Luka Mucic.
Die Fondsgesellschaft reduzierte ihren Stimmrechtsanteil bereits in der Vorwoche auf 2,95 Prozent. Die gestrige Pflichtmitteilung trifft eine ohnehin schwächelnde Aktie in einer sensiblen Phase. Aktuell rutscht der Kurs auf ein neues 52-Wochen-Tief von 20,93 Euro ab. Damit summiert sich der Verlust der vergangenen 30 Tage auf empfindliche 24 Prozent. Der Markt blendet dabei die robusten operativen Zahlen des abgelaufenen Jahres weitgehend aus.
Milliarden-Verkäufe für den Schuldenabbau
Um das Vertrauen der Anleger im veränderten Zinsumfeld zurückzugewinnen, drückt das Management aufs Tempo. Bis Ende 2028 soll der Verschuldungsgrad (LTV) von zuletzt über 45 Prozent auf 40 Prozent sinken. Dafür plant Vonovia den Verkauf von Vermögenswerten im Volumen von fünf Milliarden Euro. Erste Schritte sind bereits eingeleitet. So steht die niederländische Minderheitsbeteiligung Vesteda mit einem Wert von 200 Millionen Euro aktuell zum Verkauf.
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Parallel dazu baut der Konzern neue Geschäftsfelder auf, um die Abhängigkeit vom reinen Vermietungsgeschäft zu verringern. Ein neu geschaffenes Vorstandsressort konzentriert sich künftig auf B2B-Dienstleistungen und das Management externer Immobilienportfolios.
Kerngeschäft liefert stabile Zahlen
Operativ zeigt sich das Portfolio äußerst widerstandsfähig. Das bereinigte EBITDA kletterte um sechs Prozent auf 2,8 Milliarden Euro, während die Leerstandsquote bei extrem niedrigen 2,1 Prozent verharrt. Auch die Bestandswerte verzeichnen nach langen Abschreibungsphasen wieder ein leichtes Plus von 1,8 Prozent auf vergleichbarer Basis. Auf der Hauptversammlung am 21. Mai in Bochum winkt den Aktionären zudem eine auf 1,25 Euro erhöhte Dividende.
Die Diskrepanz zwischen operativer Stabilität und schwachem Aktienkurs spaltet die Analysten. Während Berenberg die Entschuldungspläne lobt und ein Kursziel von 38 Euro ausruft, verweist Barclays auf den anhaltenden makroökonomischen Gegenwind durch hohe Realzinsen. Für eine nachhaltige Trendwende muss das Management nun beweisen, dass die angekündigten Portfolioverkäufe im aktuellen Marktumfeld zu den erhofften Preisen realisierbar sind. Charttechnisch rückt derweil die psychologisch wichtige Unterstützungsmarke bei 20 Euro in den Fokus.
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