Vonovia lädt am 21. Mai zur Hauptversammlung ins RuhrCongress Bochum. Die Tagesordnung ist dicht — und ein Punkt dürfte besonders aufmerksam verfolgt werden: die beantragte Ermächtigung zum Aktienrückkauf.
Rückkauf-Ermächtigung und neue Aufsichtsratsvergütung
Der Vorstand bittet die Aktionäre, ihm bis Mai 2031 den Rückkauf eigener Aktien im Umfang von bis zu zehn Prozent des Grundkapitals zu genehmigen. Ergänzend ist der Einsatz von Derivaten vorgesehen. Eine solche Ermächtigung gibt dem Management Spielraum, überschüssige Liquidität gezielt einzusetzen — genutzt werden muss sie nicht.
Ebenfalls auf der Tagesordnung: ein neues Vergütungsmodell für den Aufsichtsrat. Künftig erhalten Mitglieder ein Festgehalt von 132.000 Euro jährlich. Davon müssen 20 Prozent verpflichtend in Vonovia-Aktien investiert und gehalten werden. Das soll die Interessen des Kontrollgremiums stärker an die der Aktionäre koppeln.
Beim Personalwechsel schlägt der Aufsichtsrat Dr. Anne-Marie Großmann-Minkwitz als Nachfolgerin von Matthias Hünlein vor, der nicht erneut kandidiert. Jürgen Fenk stellt sich zur Wiederwahl.
Dividende 1,25 Euro — steuerfrei für Inländer
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen eine Dividende von 1,25 Euro je Aktie vor. Ausgezahlt werden soll sie am 26. Mai 2026. Die Ausschüttung erfolgt vollständig aus dem steuerlichen Einlagekonto — inländische Aktionäre zahlen darauf weder Kapitalertragsteuer noch Solidaritätszuschlag.
Q1 zeigt Stärke im Kerngeschäft, Schwäche beim Cashflow
Das Quartalsergebnis vom 7. Mai liefert den operativen Rahmen für die HV. Das bereinigte EBITDA im Vermietungsgeschäft stieg um 6,3 Prozent — trotz eines um rund 4.000 Wohnungen reduzierten Bestands. Das organische Mietwachstum lag bei 4,0 Prozent.
Im Segment Value-add legte das bereinigte EBITDA um mehr als 30 Prozent auf 50,1 Millionen Euro zu. Treiber waren die Handwerkerorganisation und das Energiegeschäft.
Auf der Gegenseite steht ein deutlicher Einbruch beim Operating Free Cashflow: Er fiel auf 363,9 Millionen Euro, nach 633,6 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Vonovia nennt höhere Investitionen und ein geringeres Verkaufsvolumen als Gründe. Das Kerngeschäft läuft stabil — die Liquiditätsdynamik bleibt dennoch ein Thema.
Für das Gesamtjahr 2026 hält Vonovia an seiner Prognose fest: bereinigtes EBITDA Total zwischen 2,95 und 3,05 Milliarden Euro, bereinigtes EBT zwischen 1,9 und 2,0 Milliarden Euro.
Die Aktie notiert mit rund 22 Euro deutlich unter dem Kursziel von 26,50 Euro, das Bernstein-Analystin Valerie Jacob am 12. Mai bei ihrer neutralen Einstufung bestätigte. Im laufenden Jahr hat die Aktie knapp neun Prozent verloren. Bis 2028 will Vonovia den Loan-to-Value von zuletzt 45,4 Prozent auf 40 Prozent senken — dieser Schuldenabbau bleibt die zentrale Bedingung für eine nachhaltige Neubewertung.
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