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Volkswagen Aktie: Zangenangriff droht

Die Volkswagen-Aktie leidet unter der Ankündigung steigender US-Zölle und einem forcierten Sparprogramm. Trotz starker E-Auto-Verkäufe in Deutschland überwiegen die geopolitischen Risiken.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • US-Strafzölle ab Februar 2026 bedrohen Margen
  • Konzern forciert Stellenabbau und Kostensenkung
  • Starker Elektroauto-Absatz auf dem Heimatmarkt
  • Aktie technisch überverkauft bei hohen Risiken

Während Volkswagen auf dem heimischen Markt die Elektro-Konkurrenz abhängt, braut sich jenseits des Atlantiks ein Sturm zusammen. Die Trump-Administration droht mit neuen Strafzöllen, die das wichtige US-Geschäft massiv gefährden könnten. Gleichzeitig zieht der Vorstand in Wolfsburg die Sparschraube weiter an – eine explosive Mischung für den Aktienkurs, der am Freitag weiter nachgab.

  • Schlusskurs: 101,45 € (-1,46 %)
  • Seit Jahresanfang (YTD): -4,56 %
  • 50-Tage-Durchschnitt: 102,16 €
  • RSI (14 Tage): 27,8 (überverkauft)

Strafzölle: Der Zeitplan steht

Das dominierende Thema für die Anteilseigner ist die Eskalation im Handelsstreit mit den USA. Auslöser ist ein Konflikt um Grönland, in dessen Folge US-Präsident Donald Trump Strafzölle gegen mehrere europäische Länder angekündigt hat. Für einen exportorientierten Konzern wie Volkswagen ist der Zeitplan alarmierend:

  • Ab 1. Februar 2026: Einführung von Zöllen in Höhe von 10 Prozent.
  • Ab 1. Juni 2026: Erhöhung auf 25 Prozent.

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) warnt bereits vor den Folgen. Da die Autoexporte in die USA bereits im Vorjahr unter Druck standen, trifft dieser Schritt den Konzern zur Unzeit. Marktbeobachter sehen in den Abgaben ein signifikantes Risiko für die Margen im Nordamerika-Geschäft, das eigentlich als Stabilitätsanker dienen sollte. Der jüngste Kursrutsch auf 101,45 Euro spiegelt diese Sorgen wider.

Sparzwang: Jahrgang 1968 muss gehen

Um den externen Belastungen entgegenzuwirken, forcieren die Wolfsburger ihre interne Restrukturierung. Der Konzern öffnet die Altersteilzeit nun für den Jahrgang 1968, bei schwerbehinderten Beschäftigten auch für 1969. Den Mitarbeitern winken dabei bis zu 95 Prozent des Nettolohns sowie ein Ausgleich der Rentenlücke.

Das übergeordnete Ziel bleibt ambitioniert: Bis 2030 sollen 35.000 Stellen wegfallen, wobei ein Großteil davon bereits vertraglich fixiert ist. Wie ernst die Lage ist, zeigt sich auch im Kleinen: Im Stammwerk Wolfsburg wurden zahlreiche Versorgungsautomaten geleert – eine symbolträchtige Maßnahme, die verdeutlicht, dass im Konzern derzeit jeder Cent umgedreht wird.

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Licht und Schatten im Absatz

Fundamental sendet das Unternehmen widersprüchliche Signale. Während die Tochter Porsche in China zuletzt einen Absatzeinbruch von 26 Prozent verkraften musste, dominiert die Kernmarke VW den deutschen Heimatmarkt.

Mit einem Plus von gut 60 Prozent beim E-Auto-Absatz konnte VW die Konkurrenz auf Distanz halten. Der ID.7 avancierte 2025 zum meistverkauften Elektroauto in Deutschland, während Tesla Marktanteile verlor. Diese Zahlen belegen, dass die Produkte angenommen werden, sofern die politischen Rahmenbedingungen stimmen.

Fazit: Nervosität dominiert

Die operative Stärke im deutschen Markt wird derzeit von geopolitischen Risiken überlagert. Mit einem RSI von 27,8 ist die Aktie zwar technisch überverkauft, doch die fundamentalen Risiken durch die angekündigten US-Zölle wiegen schwer. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung wird sein, ob die Diplomatie bis zum Stichtag am 1. Februar noch eine Aufweichung der Strafzölle bewirken kann oder ob die Margenbelastung Realität wird.

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Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.