Volkswagen bekommt gleich an zwei Fronten Gegenwind: Medienberichte stellen die jüngste Cashflow-Überraschung infrage – und parallel baut der Konzern die Design-Spitze um. Für Anleger ist das eine heikle Mischung, weil beim Thema Cashflow auch die Vorstandsboni mit am Tisch sitzen. Doch wie belastbar ist der gemeldete Zufluss wirklich?
Cashflow-Sprung – und der Bonus-Effekt
Auslöser der Diskussion ist der im Januar gemeldete Nettocashflow für das vierte Quartal. Statt der zuvor in Aussicht gestellten Größenordnung „um Null“ stand am Ende ein Zufluss von rund 6 Milliarden Euro.
Laut Berichten wird nun spekuliert, wie dieser Sprung zustande kam. Im Raum steht demnach, ob konzerninterne Verschiebungen oder Maßnahmen bei Tochtergesellschaften eine Rolle gespielt haben könnten. Brisant wird das vor allem deshalb, weil bestimmte Schwellenwerte beim Cashflow direkten Einfluss auf die erfolgsabhängige Vergütung des Vorstands haben.
Auch die Arbeitnehmerseite mischt sich ein: Arbeitnehmervertreter kritisieren die Vorgänge und fordern im Gegenzug eine finanzielle Beteiligung der Belegschaft. Hintergrund: Im Zuge von Sparmaßnahmen hatte die Belegschaft zuletzt auf Teile ihrer Prämien verzichten müssen.
Designchef wechselt: Mindt übernimmt
Parallel zu den Finanzdebatten treibt Volkswagen den Umbau im Management weiter. Andreas Mindt übernimmt die Leitung des Konzerndesigns und folgt auf Michael Mauer.
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Die Personalie wird als strategischer Schritt eingeordnet, um den visuellen Auftritt der Konzernmarken in der kommenden Phase der Elektromobilität zu schärfen und stärker anzugleichen. Für sich genommen ist das kein finanzielles Ereignis – in Kombination mit der Cashflow-Diskussion erhöht es aber die Aufmerksamkeit rund um den Konzern.
Markt bleibt vorsichtig – Blick auf die nächsten Zahlen
Am Markt überwiegt vorerst Zurückhaltung. Die Aktie notiert heute bei 102,00 Euro (-1,59%), nachdem sie gestern bei 103,65 Euro geschlossen hatte. Auffällig: Der RSI (14 Tage) liegt bei 27,8, was auf ein kurzfristig stark angeschlagenes Momentum hindeutet.
Entscheidend dürfte nun die detaillierte Offenlegung der Geschäftszahlen werden. Investoren warten vor allem auf mehr Klarheit zur Zusammensetzung des Cashflows sowie zur operativen Marge – denn genau dort liegt der Schlüssel, ob die Debatte schnell abebbt oder sich weiter festsetzt.
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