Elektroautos laden Strom, verbrauchen ihn und kosten Geld. Volkswagen dreht dieses Prinzip nun um. Ab Ende 2026 sollen private E-Auto-Besitzer ihren Strom zurück ins Netz speisen. Das Ziel: eine neue Einnahmequelle für Kunden und den Konzern.
Bis zu 900 Euro für Autobesitzer
Der Wolfsburger Autobauer bereitet den Start eines Vehicle-to-Grid-Angebots vor. Gemeinsam mit der hauseigenen Energiemarke Elli schnürt VW ein Komplettpaket. Es umfasst Fahrzeug, Stromtarif, Wallbox und Software. Im vierten Quartal 2026 soll der Dienst in Deutschland starten. Vorbestellungen nimmt VW ab Juni 2026 entgegen.
Kunden stellen dabei ihre Batteriekapazität für den Energiehandel bereit. Das System speist ungenutzten Strom flexibel zurück ins Netz. Unter optimalen Bedingungen winken Erlöse zwischen 700 und 900 Euro pro Jahr.
VW greift für den Rollout auf die bestehende MEB-Plattform zurück. Rund eine Million Fahrzeuge in Europa unterstützen die Technik für das bidirektionale Laden bereits.
Politische Debatte um leere Hallen
Parallel zur Elektro-Offensive diskutiert die Politik über die Auslastung der deutschen Werke. Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies bringt einen ungewöhnlichen Vorschlag ins Spiel. Er fordert die Prüfung, chinesische Autos in VW-Fabriken zu bauen.
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Der SPD-Politiker verweist auf den wachsenden Druck durch asiatische Hersteller. Mit einer Öffnung der Werke will er lokale Arbeitsplätze sichern. Niedersachsen hält 20 Prozent der VW-Stimmrechte. Das Land besitzt ein Veto-Recht bei strategischen Entscheidungen und prägt den Kurs des Autobauers maßgeblich mit.
Blick auf die Zahlen
An der Börse spiegelt sich der Konzernumbau in roten Zahlen wider. Die VW-Vorzugsaktie notiert aktuell bei 89,56 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursverlust auf knapp 16 Prozent.
Der nächste Härtetest folgt in wenigen Tagen. Am 30. April 2026 präsentiert Volkswagen die Zahlen für das abgelaufene Quartal. Aktionäre erwarten zudem den Beschluss über die geplante Dividende von 5,26 Euro je Anteilsschein. Die Auszahlung steht für Ende Juni auf der Agenda.
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