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Volkswagen Aktie: US-Geschäft bricht ein

Volkswagen verzeichnet massive Verkaufsrückgänge in den USA, die sich zum Jahresende beschleunigten. Die Absatzkrise betrifft die Kernmarke, die Premium-Tochter Audi und führt zu einem Produktionsstopp für den ID. Buzz.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Starker Absatzrückgang der Kernmarke in den USA
  • Audi verliert im Weihnachtsquartal massiv
  • Produktion des ID. Buzz für 2026 gestoppt
  • Analyst JPMorgan bestätigt neutrales Rating

Volkswagen verzeichnet einen denkbar schlechten Start in das Börsenjahr 2026. Statt der erhofften Stabilisierung meldet der Konzern massive Absatzeinbrüche auf dem entscheidenden US-Markt, die sich zum Jahresende sogar noch beschleunigten. Diese Entwicklung wirft nicht nur Schatten auf die kommende Bilanz, sondern stellt auch die Elektro-Strategie der Wolfsburger in Übersee ernsthaft infrage.

  • Absatzeinbruch: Marke Volkswagen verliert 2025 in den USA 13 Prozent, im Q4 sogar fast 20 Prozent.
  • Audi-Desaster: Premium-Tochter bricht im Weihnachtsquartal um 36 Prozent ein.
  • Produkt-Stopp: Modelljahr 2026 für den ID. Buzz wird wegen voller Lager gestrichen.
  • Analysten-Votum: JPMorgan bestätigt „Neutral“ mit Kursziel 110 Euro.

Dramatische Schwäche im Schlussquartal

Die am Montagabend veröffentlichten Daten offenbaren gravierende Probleme in Nordamerika. Während der Gesamtmarkt auf Erholung hoffte, verzeichnete die Kernmarke Volkswagen einen Jahresrückgang von 13 Prozent auf knapp 330.000 Fahrzeuge. Besonders alarmierend ist die Dynamik: Im vierten Quartal beschleunigte sich der Abwärtstrend drastisch auf ein Minus von fast 20 Prozent.

Noch härter trifft es die Ertragsperle Audi. Die Ingolstädter Premium-Tochter meldete für das wichtige Weihnachtsquartal einen Einbruch der Verkäufe um satte 36 Prozent auf nur noch rund 36.000 Einheiten. Dieser Rückgang wiegt schwer, da Audi-Verkäufe überproportional zum Konzerngewinn beitragen.

Analyst Jose M. Asumendi von JPMorgan reagierte prompt, bestätigte jedoch vorerst sein Kursziel von 110 Euro. Seine Präferenz für Premium-Hersteller im Jahr 2026 erscheint angesichts der spezifischen Audi-Schwäche in einem neuen Licht.

Lagerbestände bremsen Elektro-Bus

Ein weiteres Indiz für die stockende Nachfrage liefert die Produktplanung beim prestigeträchtigen ID. Buzz. Berichten zufolge wird Volkswagen in den USA das gesamte Modelljahr 2026 für den Elektro-Bus überspringen. Als Grund gelten zu hohe Lagerbestände der 2025er Modelle.

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Diese Maßnahme ist ein seltenes Eingeständnis, dass die Marktakzeptanz zum aktuellen Preispunkt fehlt. Die Hoffnung, mit der Elektro-Offensive in den USA Marktanteile zu gewinnen, erleidet damit einen empfindlichen Dämpfer.

Das spiegelt sich auch im Aktienkurs wider. Das Papier beendete den Handel gestern bei 103,40 Euro. Mit einem RSI von 27,8 gilt der Titel zwar kurzfristig als überverkauft, doch die charttechnische Situation bleibt angespannt. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch beträgt mittlerweile knapp 6 Prozent, während die Performance seit Jahresanfang mit minus 2,73 Prozent bereits im roten Bereich liegt.

Ausblick

Für Anleger richtet sich der Blick nun auf die Verteidigung der runden 100-Euro-Marke, die als psychologische Unterstützung dient. Fundamental wird es in den kommenden Wochen ernst, wenn Volkswagen die vorläufigen Finanzkennzahlen für 2025 vorlegt. Der Markt erwartet derzeit einen Gewinn je Aktie von rund 10,03 Euro. Sollte das schwache US-Geschäft diese Prognose gefährden, droht weiterer Abgabedruck.

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Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.