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Volkswagen Aktie: Unheilvolle Zeiten?

Volkswagen vereinbart mit der IG Metall eine Lohnerhöhung für PowerCo, die erst ab 2031 wirksam wird. Im Gegenzug erhalten Beschäftigte bis Ende 2030 Kündigungsschutz.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Tarifabschluss mit später Lohnerhöhung ab 2031
  • Beschäftigungssicherung für 2000 Mitarbeiter bis 2030
  • Konzernweites Sparprogramm soll Kosten um 20% senken
  • Bilanzvorlage am 10. März 2026 erwartet

Kurz vor der Bilanzvorlage am 10. März schafft Volkswagen Fakten bei seiner Batterietochter PowerCo. Der Konzern erkauft sich langfristigen Arbeitsfrieden bis 2030, schiebt die finanzielle Belastung dafür aber weit in die Zukunft. Dieses taktische Manöver unterstreicht den immensen Spardruck, unter dem die Wolfsburger aktuell stehen.

Kreative Lösung für die Kasse

Die Einigung zwischen der IG Metall und der PowerCo SE in Salzgitter enthält ein bemerkenswertes Detail: Zwar wurde eine Tabellenerhöhung von 5,5 Prozent vereinbart, diese wird jedoch erst ab April 2031 wirksam. Bis dahin sind die Kassen geschont. Im Gegenzug erhalten die rund 2.000 Beschäftigten am Standort eine Beschäftigungssicherung bis Ende 2030. Betriebsbedingte Kündigungen sind in diesem Zeitraum ausgeschlossen.

Personalvorstand Sebastian Krapoth begründet diesen Schritt mit der Notwendigkeit, die Wettbewerbsfähigkeit in der hart umkämpften Batterieindustrie zu sichern. Für Volkswagen ist Salzgitter essenziell: Hier soll die Abhängigkeit von asiatischen Zelllieferanten verringert werden. Bislang floss über eine Milliarde Euro in den Standort.

Die Zahlen im Fokus

Der Tarifabschluss ordnet sich in ein schwieriges Gesamtbild ein. Konzernchef Oliver Blume und Finanzvorstand Arno Antlitz haben ein striktes Sparprogramm verordnet, das die Kosten bis 2028 um 20 Prozent senken soll. Konzernweit stehen bis 2030 mehr als 35.000 Stellen auf der Streichliste.

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Wie dringend diese Maßnahmen sind, zeigen die Finanzdaten der ersten neun Monaten des Jahres 2025. Das operative Ergebnis brach um 58 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro ein, was einer dünnen Marge von nur 2,3 Prozent entspricht. Sonderbelastungen in Höhe von 7,5 Milliarden Euro – unter anderem durch Zölle und Probleme bei Porsche – drückten auf die Bilanz.

Ein Lichtblick blieb der automobile Netto-Cashflow, der mit rund 6 Milliarden Euro die Erwartungen übertraf. Die Aktie konnte davon zuletzt jedoch kaum profitieren und notiert mit rund 100,70 Euro weiterhin im Minus seit Jahresbeginn.

Ausblick: Bilanzvorlage am 10. März

Mit der Veröffentlichung des Geschäftsberichts am 10. März 2026 wird sich zeigen, ob die Talsohle durchschritten ist. Investoren achten dann primär auf Fortschritte bei der operativen Marge und die strikte Umsetzung der Kostensenkungen. Der PowerCo-Deal verschafft dem Management zwar operative Ruhe an einer wichtigen Front, die strukturellen Herausforderungen im Kerngeschäft bleiben jedoch bestehen.

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