Der Volkswagen-Konzern hat 2025 ein schwieriges Jahr hinter sich gelassen — und die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Der Nettogewinn halbierte sich nahezu von 12,4 auf 6,9 Milliarden Euro, der operative Konzerngewinn brach sogar um 53 Prozent ein. Die Aktie notiert inzwischen rund 16 Prozent unter dem Niveau vor einem Jahr.
Zölle, China, Porsche: Drei Baustellen gleichzeitig
Hinter dem Einbruch steckt ein Zusammenspiel mehrerer Belastungsfaktoren. US-Zölle unter Donald Trump, Strategieanpassungen bei Porsche und anhaltende Lieferkettenprobleme drückten auf die Marge. Besonders schmerzhaft: In China, dem wichtigsten Einzelmarkt des Konzerns, erodiert der Marktanteil unter dem Druck lokaler Konkurrenten zusehends. Die operative Umsatzrendite fiel 2025 auf magere 2,8 Prozent — ein Wert, der den Handlungsdruck für das Management deutlich macht.
Anleger müssen zudem bei der Dividende Abstriche hinnehmen. Sie fällt mit 5,26 Euro je Vorzugsaktie 17 Prozent niedriger aus als im Vorjahr.
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Stellenabbau und Produktoffensive als Gegenstrategie
Als Reaktion plant Volkswagen den Abbau von 50.000 Stellen, mit Schwerpunkt in Deutschland. Gleichzeitig setzt der Konzern auf Wachstum über das Produkt: Mehr als 20 neue oder überarbeitete Modelle sollen 2026 auf den Markt kommen — darunter der ID. Polo als elektrisches Pendant zum Bestseller-Kleinwagen sowie eine groß angelegte Produktkampagne in China. Zudem hat der Konzern die Produktion von fünf Millionen Elektroantriebseinheiten weltweit erreicht.
Für das laufende Jahr peilt Volkswagen eine operative Umsatzrendite zwischen 4,0 und 5,5 Prozent an — eine spürbare Erholung gegenüber 2025, aber kein leichtes Ziel angesichts anhaltender Unsicherheiten bei Handelspolitik und Währungen.
Am 30. April 2026 legt der Konzern die Zahlen für das erste Quartal vor. Dann zeigt sich, ob die Produktoffensive früh genug Wirkung entfaltet, um den Abstand zur eigenen Margenprognose zu schließen.
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