Trotz eines Gewinneinbruchs um 53 Prozent im Geschäftsjahr 2025 schlägt Volkswagen eine höhere Dividende vor als viele Analysten erwartet hatten. Bei einem Kurs von rund 89 Euro ergibt sich damit eine Dividendenrendite von knapp 6 Prozent — eine der auffälligsten Ausschüttungen im DAX.
Konkret sollen Vorzugsaktionäre 5,26 Euro je Aktie erhalten, ein Rückgang von rund 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Angesichts eines operativen Gewinns, der auf 8,9 Milliarden Euro einbrach, gilt dieser Schritt dennoch als Signal der Stabilität. Möglich wurde er vor allem durch einen überraschend starken Netto-Cashflow von 6,4 Milliarden Euro — mehr als im Vorjahr und ein klarer Beleg dafür, dass das operative Geschäft mehr Substanz hat als die Gewinnzahlen vermuten lassen. Ausgezahlt wird die Dividende nach der Hauptversammlung am 18. Juni.
Schwaches Jahr, ambitionierter Ausblick
Das Geschäftsjahr 2025 war für VW von mehreren Seiten belastet: US-Zölle, Währungseffekte und eine strategische Neuausrichtung bei Porsche drückten die Marge auf 2,8 Prozent. Für 2026 peilt der Konzern eine operative Rendite zwischen 4 und 5,5 Prozent an — ein deutlicher Schritt nach oben, aber noch weit entfernt von früheren Höchstständen.
Das Wachstumsziel beim Umsatz fällt mit null bis drei Prozent bescheiden aus. In China, wo die Verkaufszahlen weiter sinken und einheimische Hersteller im Elektrosegment unter 25.000 Euro die Nase vorn haben, will VW 2026 die größte Produktkampagne der Unternehmensgeschichte starten. Parallel dazu stehen konzernweit mehr als 20 neue oder überarbeitete Modelle an, darunter ein Golf-Hybrid, ein aufgefrischter ID.3 und der neue ID. Polo.
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Niedrige Bewertung, hohe Unsicherheit
Die Aktie notiert rund 16 Prozent unter ihrem Jahresanfangsniveau und liegt deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 97,53 Euro. Das geschätzte Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2026 liegt bei etwa 5 — historisch niedrig, aber auch Ausdruck der strukturellen Risiken: 50.000 geplante Stellenstreichungen in Deutschland bis 2030, ein schwieriges China-Geschäft und die unberechenbare US-Zollpolitik.
Einen Lichtblick lieferte zuletzt das US-Werk in Chattanooga: 96 Prozent der UAW-Mitglieder stimmten im Februar einem neuen Tarifvertrag zu, der Lohnerhöhungen von kumuliert 21,6 Prozent über vier Jahre vorsieht und den Fortbestand des Werks sichert.
Die hohe Dividendenrendite bleibt damit vorerst das stärkste Argument für die Aktie — allerdings mit einem Vorbehalt: Sollte sich die Ertragslage nicht spürbar verbessern, sind weitere Kürzungen in den Folgejahren nicht ausgeschlossen.
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