Fünfzig Jahre nach dem Original kommt der Polo als Elektroauto. Volkswagen startet Ende April den Bestellstart für den ID. Polo — zum Einstiegspreis von 25.000 Euro. Das Modell soll zeigen, dass bezahlbare E-Mobilität und Massenmarkt kein Widerspruch sind.
Neue Technik, neues Segment
Der ID. Polo basiert auf dem weiterentwickelten Baukasten MEB+. Erstmals setzt VW dabei auf Frontantrieb — alle bisherigen ID.-Modelle rollten mit Heck- oder Allradantrieb vom Band. Weniger Bauteile, geringeres Gewicht, niedrigere Kosten: Das ist die Logik dahinter.
Vier Leistungsstufen stehen zur Wahl, von 85 bis 166 kW. Die Reichweite beträgt bis zu 450 km. Später im Jahr folgt der ID. Polo GTI mit 226 PS. Die günstigste Basisversion soll laut VW wenige Wochen nach dem Bestellstart konfigurierbar sein — nicht direkt zum Start.
Der Marktstart ist für Herbst 2026 geplant. Parallel arbeitet VW an einem zweiten Einstiegsmodell: Der ID. Cross soll als Elektro-SUV unterhalb des ID.4 bei rund 28.000 Euro starten.
Schwache Zahlen, starke Bestellungen
Der ID. Polo kommt zu einem kritischen Moment. Im ersten Quartal 2026 lieferte Volkswagen weltweit 7,7 Prozent weniger Elektroautos aus als im Vorjahr. In China brach das Volumen um fast 64 Prozent ein, in den USA sogar um 80 Prozent.
Europa hält dagegen. Die BEV-Auslieferungen stiegen hier um 11,5 Prozent auf 176.400 Einheiten. Gesamtauslieferungen in Europa legten um 4,7 Prozent zu.
Beim Auftragseingang sieht es besser aus: BEV-Bestellungen wuchsen um vier Prozent, Plug-in-Hybride sogar um 31 Prozent. Vertriebsvorstand Marco Schubert sprach von „weiterem positivem Momentum“ durch neue Modelle — darunter explizit die Electric Urban Car Family, zu der der ID. Polo gehört.
Aktie unter Druck
An der Börse spiegelt sich die Zuversicht des Vorstands bislang nicht wider. Die Volkswagen-Vorzugsaktie notiert bei 90,26 Euro — rund 15 Prozent unter dem Jahresanfangsniveau. Vom 52-Wochen-Hoch bei 108,30 Euro trennen den Kurs noch knapp 17 Prozent.
Die Q1-Finanzzahlen stehen im April an. Investoren werden genau prüfen, ob der positive Auftragseingang sich in den Margen niederschlägt — oder ob das schwache China-Geschäft die Gesamtrechnung weiter belastet.
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