Zwei Millionen Fahrzeuge ausgeliefert — und trotzdem kein Grund zur Entwarnung. Volkswagen hat seine Q1-Zahlen vorgelegt, und das Bild ist gespalten: Europa hält, China und die USA brechen weg. Ausgerechnet jetzt setzt der Konzern auf der Auto China in Peking alles auf eine Karte.
Europa rettet die Bilanz — vorerst
Weltweit lieferte die Volkswagen Group im ersten Quartal 2,05 Millionen Fahrzeuge aus, vier Prozent weniger als im Vorjahr. Das klingt überschaubar — bis man die regionalen Zahlen aufschlüsselt. Europa legte um 4,7 Prozent zu. China brach um 14,8 Prozent ein, Nordamerika um 13,3 Prozent.
Noch deutlicher wird das Bild im Elektrosegment. In China gingen die BEV-Auslieferungen um 63,8 Prozent zurück — ausgelöst durch einen schwachen Gesamtmarkt und laufende Modellwechsel bei lokal entwickelten Fahrzeugen. In den USA brachen sie sogar um 80,1 Prozent ein, als Folge erhöhter Zölle und veränderter Regulierung. In Europa hingegen stieg der BEV-Anteil in Westeuropa auf 20 Prozent, und der Konzern behauptet seine Marktführerschaft.
Immerhin: Plug-in-Hybride legten konzernweit um 31 Prozent auf 109.000 Einheiten zu, und die Auftragseingänge für Elektrofahrzeuge wuchsen um vier Prozent. Škoda wächst deutlich, die Nutzfahrzeugsparte ebenfalls. Audi und Porsche hingegen verlieren — 6,1 beziehungsweise 14,7 Prozent.
Pekings Antwort: 20 neue Modelle in einem Jahr
Parallel zu den schwachen Quartalsdaten inszeniert Volkswagen auf der Auto China 2026 seine bislang größte Elektrooffensive in China. Unter dem Motto „Rise Up“ präsentiert der Konzern am 21. April zehn Modelle aus vier Marken. Allein 2026 sollen über 20 elektrifizierte Fahrzeuge auf den chinesischen Markt kommen — darunter Modelle der neuen ID.UNYX-, ID.ERA- und ID.AURA-Serien, verteilt auf die drei Joint Ventures mit Anhui, SAIC und FAW.
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Bis 2029 hat die Gruppe zugesagt, mehr als 30 neue NEV-Modelle in China einzuführen.
Marge erholt sich, Dividende bleibt attraktiv
Für 2026 peilt Volkswagen eine operative Marge von 4,0 bis 5,5 Prozent an — nach einem Absturz auf 2,8 Prozent im Vorjahr. Analysten hatten 5,3 Prozent erwartet; die Bandbreite der Prognose lässt Spielraum nach unten. Für 2025 zahlte der Konzern eine Dividende von 5,26 Euro je Vorzugsaktie, was bei aktuellem Kursniveau einer Rendite von knapp sechs Prozent entspricht.
Die Aktie notiert mit rund 88 Euro weiterhin deutlich unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 97 Euro — ein Zeichen, dass der Markt auf die strukturellen Probleme in China und den USA noch keine überzeugende Antwort sieht. Ob die Peking-Offensive die Auslieferungskurve im zweiten Quartal dreht, werden die nächsten Monatszahlen zeigen.
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