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Symbolbild, KI-generiert

Volkswagen Aktie: Skoda verweigert den Gehaltsstopp

Skodas starke Halbjahreszahlen untermauern den Widerstand gegen den geplanten Gehaltsstopp; Volkswagen bündelt zudem die Fahrassistenzentwicklung neu.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Skoda-Gewerkschaft weist Gehaltsstopp zurück
  • Umsatz im ersten Halbjahr um 6,3 Prozent gestiegen
  • Neue Einheit für Fahrassistenz im Aufbau
  • Volkswagen-Vorzugsaktie verliert 0,9 Prozent

Der Sparkurs bei Volkswagen trifft auf Widerstand, und zwar ausgerechnet bei einer der profitabelsten Marken des Konzerns. Die Gewerkschaft der tschechischen Tochter Skoda lehnt den geplanten Gehaltsstopp bis 2030 ab. Zugleich baut der Konzern seine Softwareentwicklung für Fahrassistenz um.

Skoda stellt sich quer

Gewerkschaftschef Jaroslav Povsik machte auf einer Mitgliederversammlung klar, dass die Arbeitnehmervertretung OS KOVO weder eingefrorene Gehälter noch einen Stopp der Bonuszahlungen akzeptieren wird. Hintergrund sind Sparpläne, die einen konzernweiten Gehaltsstopp bis 2030 vorsehen. Der Konzernbetriebsrat hatte entsprechende Pläne bestätigt. Betroffen wären weltweit rund 660.000 Beschäftigte.

Der Widerstand hat ein starkes Argument im Rücken. Skoda steigerte im ersten Halbjahr 2026 den Umsatz um 6,3 Prozent auf rund 16 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis wuchs um denselben Satz auf 1,37 Milliarden Euro.

Die operative Marge von 8,5 Prozent liegt weit über der Rendite der Kernmarke Volkswagen Pkw, die auf 2,4 Prozent kam. Auch beim Absatz läuft es: 555.700 ausgelieferte Fahrzeuge bedeuten ein Plus von 9,1 Prozent, bei Elektroautos legte Skoda sogar um 48,3 Prozent zu.

Der Konzern steht dennoch unter Kostendruck. Hohe Produktionskosten, der harte Wettbewerb in China und milliardenschwere Investitionen in die Elektromobilität belasten. Kritik an den Einschnitten gibt es auch von Arbeitnehmervertretern in Deutschland. Marktbeobachter sehen daher das Risiko langwieriger Tarifauseinandersetzungen.

Neue Struktur für Fahrassistenz

Parallel dazu ordnet Volkswagen die Entwicklung von Fahrerassistenzsystemen und hochautomatisiertem Fahren in Europa neu. In der Einheit „OneTeam“ werden Kompetenzen der Softwaretochter Cariad und der Konzernmarken gebündelt. Der Aufbau hat begonnen, formell soll die Einheit im November starten. Die Führung liegt bei Audi, geleitet wird sie von Cariad-Technikchef Manuel Birke.

Die Maßnahme passt zum Umbau bei Cariad. Konzernchef Oliver Blume setzt stärker auf externe Partner wie Xpeng in China und Rivian in den USA. Die Zusammenarbeit mit Bosch bei automatisierten Fahrfunktionen endete im Juli. Cariad schrumpfte seit Ende 2023 von rund 6.500 auf etwa 4.300 Beschäftigte, rund 1.000 weitere Stellen sollen wegfallen.

Börse reagiert verhalten

Die Vorzugsaktie gab am Morgen um 0,9 Prozent auf 68,50 Euro nach. Von einer heftigen Reaktion kann keine Rede sein. Entscheidend wird, ob Blume den Gehaltsstopp gegen die Belegschaft profitabler Marken durchsetzen kann, ohne Produktionsausfälle bei Skoda zu riskieren. Am 29. Oktober dürfte der Zwischenbericht Hinweise liefern, wie weit die Einsparungen bereits greifen.

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Diskussion zu Volkswagen

Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.