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Symbolbild, KI-generiert

Volkswagen Aktie: Rivian-Bruch?

Ein möglicher Wechsel könnte 4 bis 5 Milliarden Euro sparen; der Konzernvorstand hat dem Vorschlag noch nicht zugestimmt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Chinesische Software als Rivian-Alternative im Gespräch
  • Mögliches Einsparpotenzial von 4 bis 5 Milliarden Euro
  • Vorstandsvorlage noch für 2026 vorgesehen
  • Analysten erwarten operative Quartalsverluste

Volkswagen erwägt einen Wechsel seiner Softwarestrategie für europäische Volumenmodelle. Wie n-tv gestern unter Berufung auf einen Insider berichtete, könnte chinesische Software anstelle der Rivian-Lösung zum Einsatz kommen. Das Manager Magazin beziffert das mögliche Einsparpotenzial auf insgesamt 4–5 Milliarden Euro. Eine Zustimmung des Konzernvorstands liegt noch nicht vor.

Für Anleger ist damit vor allem die Umsetzbarkeit entscheidend. Der Vorschlag verspricht erhebliche Entlastung, ist aber weder beschlossen noch als gesicherte Einsparung zu verbuchen. Zugleich würde Volkswagen bei einem Teil seiner europäischen Modelle einen anderen Weg einschlagen als mit der vereinbarten Rivian-Kooperation.

Softwarevorschlag soll noch dieses Jahr vorliegen

VW-Markenchef Thomas Schäfer will den Vorschlag noch 2026 dem Konzernvorstand vorlegen. Betroffen sein könnten der ID.Golf, der ID.Passat und der Skoda Enyaq. Ob und in welchem Umfang Volkswagen die chinesische Alternative tatsächlich nutzt, ist offen.

Die Überlegungen richten den Blick auf die Kosten der Softwarestrategie. Entscheidend ist dabei die Einschränkung auf europäische Volumenmodelle: Aus dem Vorschlag folgt bislang keine Abkehr von der gesamten Zusammenarbeit mit Rivian. Auch eine Entscheidung über die genannten Modelle ist damit noch nicht gefallen.

Volkswagen vereinbarte die Softwarekooperation mit Rivian 2024. Als erstes Fahrzeug soll der ID.Every1 2027 erscheinen. Der neue Vorschlag steht somit neben einem bereits vereinbarten Entwicklungsweg mit angekündigtem Produkttermin.

Für die Bewertung des Sparpotenzials zählt deshalb nicht allein die genannte Summe. Ebenso wichtig ist, welche Modelle der Vorstand letztlich einbezieht. Solange die Zustimmung fehlt, bleibt die mögliche Entlastung eine strategische Option und kein Bestandteil bereits gesicherter Ergebnisverbesserungen.

Quartalszahlen zeigen den finanziellen Druck

Wie groß der Handlungsdruck ist, dürfte der für den 29. Oktober 2026 angekündigte Quartalsbericht verdeutlichen. Jefferies erwartet für das dritte Quartal einen operativen Verlust von bis zu 6,2 Milliarden Euro. RBC rechnet mit einem operativen Minus von 5,8 Milliarden Euro.

Im Mittelpunkt steht dabei eine geplante Porsche-Abschreibung. Weitere Sonderkosten könnten das Quartal zusätzlich belasten. Der mögliche Softwarewechsel wäre daher vor allem eine Antwort auf den längerfristigen Kostendruck, nicht bereits eine bestätigte Entlastung für den bevorstehenden Bericht.

Die geplante Porsche-Abschreibung beläuft sich auf rund 6 Milliarden Euro. Die Marktschätzung für den Quartalsumsatz liegt bei 78,2 Milliarden Euro. Beim Nettoergebnis wird ein Verlust von 5,7 Milliarden Euro erwartet.

Für Anleger sind damit unterschiedliche Zeithorizonte zu trennen. Der Quartalsbericht soll die kurzfristigen Belastungen beziffern. Schäfers Softwarevorschlag muss dagegen zunächst den Vorstand überzeugen. Erst ein konkreter Beschluss würde aus dem diskutierten Einsparpotenzial einen belastbareren Baustein des Sparkurses machen.

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Diskussion zu Volkswagen

Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.