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Volkswagen Aktie: Positiver Wirtschaftstrend

Volkswagen nutzt erstmals eine lizenzierte Autonomie-Plattform aus China, um Entwicklungszeit zu sparen und im wichtigen Absatzmarkt schneller wettbewerbsfähige Fahrzeuge anzubieten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Erstmalige Lizenzierung von China-Software für VW
  • XPengs VLA-2.0-Technologie als Kern der Partnerschaft
  • Reaktion auf verschärften Wettbewerb in China
  • Strategiewechsel von Kooperation zu Technologieübernahme

Volkswagen greift in China zu einem ungewöhnlichen Mittel: Der Konzern lizenziert erstmals für die Kernmarke VW eine Plattform für autonomes Fahren von einem chinesischen Hersteller. Damit wird VW weltweiter Launch-Kunde für die VLA-2.0-Technologie von XPeng – und setzt ein klares Signal, wie ernst der Wettbewerb vor Ort inzwischen ist. Was soll dieser Schritt konkret bringen?

Lizenz für VLA 2.0: Software kommt aus China

Intern wurde die Entscheidung am 24. Februar 2026 bekannt. Kern der Neuausrichtung: Volkswagen übernimmt in großem Maßstab zentrale Software-Technologie aus China, um Entwicklungszeit zu sparen und schneller wettbewerbsfähige Fahrzeuge auf den chinesischen Markt zu bringen.

Die VLA-2.0-Plattform von XPeng arbeitet als „durchgängiges Modell“, das visuelle Kameradaten direkt in Fahraktionen umsetzt. Für VW ist das vor allem ein Hebel, um beim Thema softwaregetriebene Fahrzeuge schneller voranzukommen – ein Punkt, der in China zunehmend kaufentscheidend ist.

Partnerschaft mit Vorgeschichte – jetzt deutlich vertieft

Ganz neu ist die Verbindung nicht. Bereits im Juli 2023 hatte Volkswagen rund 700 Mio. US-Dollar investiert und sich 4,99% an XPeng gesichert. Damals ging es darum, zwei neue Elektroautos für das B-Segment in China gemeinsam zu entwickeln, nachdem eigene Plattformen technologisch ins Hintertreffen geraten waren. Ein Master Agreement mit konkreten Zeitplänen folgte im Februar 2024.

Die jetzige Lizenzierung der Autonomie-Plattform wirkt wie die nächste Stufe dieser Zusammenarbeit: weniger „gemeinsame Entwicklung“, mehr direkte Übernahme von Schlüsseltechnologie, um Tempo und Kosten besser in den Griff zu bekommen.

Schwieriger China-Markt drückt auf die Bewertung

Der Zeitpunkt kommt nicht zufällig. Laut Berichten sind die deutschen Auto-Exporte nach China 2025 um ein Drittel eingebrochen – ein Umfeld, das besonders für deutsche Hersteller zunehmend herausfordernd ist. Im Quelltext wird China zudem als wesentlicher Faktor für die Bewertung des Konzerns beschrieben.

Passend dazu: Goldman Sachs hatte zuletzt das Kursziel für die Volkswagen-Aktie gesenkt und dies unter anderem mit der Schwäche in China begründet, die als größter Belastungsfaktor gilt. Die Vertiefung der XPeng-Partnerschaft lässt sich vor diesem Hintergrund als operative Antwort auf den verschärften Wettbewerb lesen.

Zum Marktbild der Aktie: Der Schlusskurs lag gestern bei 100,45 Euro. Auffällig ist der kurzfristig schwache technische Impuls – der RSI (14 Tage) steht bei 27,8, während der Kurs rund 2,38% unter dem 50-Tage-Durchschnitt notiert.

Im Kern geht es aber um etwas Größeres als Tagesbewegungen: Volkswagen versucht, im wichtigsten Automarkt der Welt schneller lieferfähig zu werden – und setzt dafür erstmals bei zentraler Fahr-Software auf eine lizenzierte China-Lösung.

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Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.