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Volkswagen Aktie: Operativer Gewinn bricht um 14,3 Prozent ein

Volkswagens operativer Gewinn fällt deutlich unter die Erwartungen. Sparmaßnahmen und strategische Schritte sollen gegen Zölle und Wettbewerb helfen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Operativer Gewinn bricht ein
  • US-Zölle belasten mit 0,6 Milliarden
  • Stellenabbau von 50.000 geplant
  • Rivian-Anteil aufgestockt

Der operative Gewinn brach um 14,3 Prozent ein – und lag mit 2,5 Milliarden Euro weit unter den Markterwartungen von rund 4 Milliarden. Volkswagen strauchelt in einem schwierigen Umfeld. Die Frage ist, ob die eingeleiteten Sparmaßnahmen ausreichen.

Die Aktie notierte am Freitag bei 92,24 Euro. Auf Wochensicht gewann sie knapp drei Prozent hinzu. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von 13 Prozent zu Buche. Das 52-Wochen-Hoch liegt bei 108,30 Euro, das Tief bei 84,10 Euro.

Zölle und China-Druck belasten

Das Management nennt zwei Hauptgründe für die schwachen Zahlen. Die US-Zölle belasteten das Quartalsergebnis mit 0,6 Milliarden Euro. Hinzu kommt der zunehmende Wettbewerb durch chinesische Hersteller.

Die operative Marge fiel auf 3,3 Prozent. Bereinigt um Sondereffekte und Zölle hätte sie bei 4,3 Prozent gelegen. Zumindest der Netto-Cashflow entwickelte sich positiv: Mit 2,0 Milliarden Euro steht er deutlich besser als der Vorjahreswert von minus 0,8 Milliarden.

50.000 Stellen bis 2030

Volkswagen verschärft seinen Sparkurs. Eine Vereinbarung mit der IG Metall sieht den Abbau von mehr als 35.000 Arbeitsplätzen vor. Insgesamt sollen bis 2030 rund 50.000 Stellen in Deutschland wegfallen. Die Produktion wird reduziert.

Analysten reagieren skeptisch. Jefferies und ODDO BHF warnen, die Maßnahmen kämen zu spät oder seien im Umfang zu klein. AlphaValue/Baader senkte Anfang Mai die Gewinnprognosen für 2026 und 2027. Die Begründung: hartnäckig hohe deutsche Produktionskosten, Zölle und China-Konkurrenz.

Rivian-Beteiligung und China-Plattform

Trotz aller Probleme treibt Volkswagen die Neuausrichtung voran. Im Mai erhöhte der Konzern seinen Anteil am US-E-Autohersteller Rivian auf 15,9 Prozent und überholte damit Amazon als größten Aktionär. Bis zu 5,8 Milliarden Dollar sind für das Joint Venture vorgesehen.

In China läuft die Produktion des ersten Modells auf der neuen CEA-Plattform an. Sie soll eine 30 Prozent schnellere und 40 Prozent günstigere Entwicklung ermöglichen.

Für 2026 prognostiziert Volkswagen eine operative Marge zwischen 4,0 und 5,5 Prozent. Im Vorjahr lag dieser Wert bei 2,8 Prozent. Die Zielspanne ist ambitioniert – ob sie im aktuellen Umfeld erreichbar ist, bleibt fraglich.

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