US-Präsident Donald Trump sorgt zum Wochenstart für rote Vorzeichen im Automobilsektor. Während die Volkswagen-Aktie unter den angekündigten Strafzöllen ächzt und wichtige Unterstützungslinien unterschreitet, formiert sich auf der Gegenseite unerwarteter Beistand. Eine neue staatliche E-Auto-Förderung und optimistische Analysten stellen sich gegen den negativen Trend. Können die fundamentalen Aussichten die geopolitischen Risiken überwiegen?
- Kursreaktion: Aktie fällt unter die 100-Euro-Marke auf aktuell 98,74 Euro.
- Belastungsfaktor: US-Regierung plant Importzölle von bis zu 25 Prozent.
- Gegenpol: Bundesregierung beschließt E-Auto-Prämie von bis zu 6.000 Euro.
Zollstreit drückt auf die Stimmung
Auslöser für die aktuelle Verunsicherung ist die Ankündigung aus Washington, ab dem 1. Februar Zölle von 10 Prozent auf Importe aus acht europäischen Ländern zu erheben. Ab Juni soll dieser Satz sogar auf 25 Prozent steigen. Hintergrund ist ein geopolitischer Streit um Grönland. Für Volkswagen, dessen globale Lieferketten eng verzahnt sind, bedeutet dies potenziell massive Kostensteigerungen im US-Geschäft.
Die Marktreaktion fiel entsprechend deutlich aus. Das Papier gab gegenüber dem Schlusskurs vom Freitag (101,45 Euro) nach und notiert mit 98,74 Euro nun spürbar tiefer. Damit setzt sich der schwache Jahresauftakt fort – seit dem 1. Januar steht ein Minus von 7,11 Prozent zu Buche. Auch technisch ist der Titel angeschlagen: Der Rutsch unter die 50-Tage-Linie (102,30 Euro) signalisiert kurzfristige Schwäche, wenngleich ein RSI von 27,8 auf eine mittlerweile überverkaufte Situation hindeutet.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Volkswagen?
Rückenwind aus Berlin und London
Trotz der dunklen Wolken aus den USA gibt es operative Lichtblicke. Die Bundesregierung konkretisierte heute ihre Pläne für eine neue Kaufprämie. Das 3-Milliarden-Euro-Paket sieht Förderungen von bis zu 6.000 Euro pro Fahrzeug vor und gilt rückwirkend ab Jahresbeginn 2026. Als Marktführer im deutschen E-Auto-Segment dürfte der Wolfsburger Konzern überproportional von diesem Nachfrageimpuls profitieren.
Auch von Analystenseite gibt es Unterstützung. Die Experten von Berenberg erhöhten ihr Kursziel am Montagmorgen auf 118 Euro und verweisen auf Fortschritte bei der internen Restrukturierung. Barclays bestätigt ebenfalls die Kaufempfehlung und stuft die aktuelle Bewertung der Aktie als attraktiv ein. Der Konsens sieht mit einem durchschnittlichen Ziel von knapp 115 Euro weiterhin deutliches Aufwärtspotenzial.
Fazit und Termine
Die kurzfristige Entwicklung der Volkswagen-Aktie bleibt ein Spielball der Politik. Anleger müssen abwägen, ob die konkreten Fördermaßnahmen in Deutschland die drohenden Belastungen aus den USA kompensieren können. Klarheit über die finanzielle Situation bringt erst der 10. März 2026, wenn der Konzern seine Jahreszahlen für 2025 vorlegt. Bis dahin dürfte die hohe Volatilität anhalten, solange die Zollfrage nicht abschließend geklärt ist.
Volkswagen-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Volkswagen-Analyse vom 19. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Volkswagen-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Volkswagen-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Volkswagen: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
