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Symbolbild, KI-generiert

Volkswagen Aktie: Gewinn sinkt auf 1,54 Milliarden

VW verzeichnet im zweiten Quartal einen Gewinnrückgang von 32,9 Prozent und senkt die Jahresprognose. Der Konzern treibt den Stellenabbau voran.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Gewinnrückgang um 32,9 Prozent
  • Umsatzprognose für 2026 gesenkt
  • Werksschließungen in Deutschland geplant
  • Neue Hybridantriebe im Vorverkauf

Volkswagen baut seine Führungsspitze um. Vertriebsvorstand Marco Schubert soll künftig das Nordamerikageschäft des Konzerns leiten, berichtet das Handelsblatt. Der Wechsel reiht sich in eine Serie personeller Weichenstellungen ein, die den Wolfsburger Autobauer in einer Phase harter Restrukturierung begleiten.

Gewinn bricht ein, Ausblick gekürzt

Die Zahlen aus dem zweiten Quartal zeigen den Ernst der Lage. Der Konzerngewinn nach Steuern sank zwischen April und Juni auf 1,54 Milliarden Euro, ein Rückgang von 32,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Für die Markengruppe Core, zu der die Kernmarke Volkswagen sowie Škoda und weitere Volumenmarken zählen, verbesserte sich das Betriebsergebnis im ersten Halbjahr dagegen auf 3,6 Milliarden Euro und legte damit um 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Zugleich strich der Konzern seine Umsatzprognose für das laufende Jahr zusammen: Statt eines Plus von 0 bis 3 Prozent rechnet Volkswagen nun mit einer Entwicklung zwischen minus 3 und 0 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Analysten von Berenberg reagierten auf die Quartalszahlen mit einer Kürzung ihres Kursziels von 113 auf 100 Euro, hielten aber an ihrer Kaufempfehlung fest. Die Einschätzung stammt vom 27. Juli und damit aus der jüngeren Vergangenheit – ein Hinweis darauf, dass selbst optimistisch gestimmte Beobachter die operativen Risiken inzwischen enger fassen.

Werksschließungen und aufgekündigte Jobgarantie

Hinter den Kulissen arbeitet Volkswagen an einem Umbau, der über Personalwechsel weit hinausgeht. Konzernchef Oliver Blume sprach zuletzt von einer „theoretischen Ableitung“ in einer Größenordnung von rund 50.000 Stellen weltweit – Pläne, die im September erneut in die Verhandlungen eingebracht werden sollen. Berichten zufolge soll der Vorstand zudem Schließungspläne für vier deutsche Werke vorlegen: Zwickau und Emden ab 2031, Hannover ab 2032, das Audi-Werk Neckarsulm ab 2034. In den vier betroffenen Standorten arbeiten insgesamt rund 40.000 Beschäftigte. Parallel dazu wurde die bislang vereinbarte Beschäftigungssicherung, die betriebsbedingte Kündigungen bis 2029 ausschloss, aufgekündigt. Ende August sind mehrere Betriebsversammlungen geplant, in denen das Management die Belegschaft über die weiteren Schritte informieren will.

Auch in Osnabrück zeichnet sich ein Bruch ab: Ab 2027 will Volkswagen dort keine Konzernmodelle mehr fertigen, stattdessen laufen Verhandlungen mit einem Verteidigungsunternehmen über die Produktion militärischer Transportfahrzeuge.

Produktoffensive als Gegengewicht

Nicht alle Nachrichten sind von Rückzug geprägt. Volkswagen startete den Vorverkauf neuer Voll-Hybrid-Antriebe für Golf und T-Roc in Deutschland, die erste Version leistet 125 kW (170 PS), der Golf Hybrid mit R-Line-Ausstattung startet bei 41.400 Euro. Für die neue Elektro-Kompaktmodellfamilie um den ID. Polo gingen binnen wenigen Wochen über 70.000 Bestellungen ein, während die Elektrofahrzeug-Bestellungen in Europa im zweiten Quartal um mehr als 50 Prozent zulegten.

Aktie bleibt unter Druck

An der Börse spiegelt sich die Gemengelage aus schwächerem Ausblick und Umbaukosten deutlich wider. Die Aktie notiert aktuell bei 75,42 Euro und legt am heutigen Freitag um 0,19 Prozent zu. Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Verlust von 27,59 Prozent zu Buche, zum 52-Wochen-Hoch aus dem Dezember fehlen der Aktie 30,87 Prozent. Für Anleger bleibt die Gemengelage aus operativer Stabilisierung bei der Kernmarke, sinkender Konzernrentabilität und einem tiefgreifenden Stellenabbau die entscheidende Größe für die kommenden Monate.

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