Donald Trump verschärft den Ton im Grönland-Konflikt – und kündigt neue Strafzölle auf EU-Waren an. Für Volkswagen könnte das teuer werden: Bereits in den ersten neun Monaten 2025 belasteten Zölle die Bilanz mit 2,1 Milliarden Euro. Trotz des Kursrutsches bleiben zwei renommierte Analysehäuser optimistisch.
Trumps Zolldrohung trifft Wolfsburg hart
Die VW-Vorzugsaktie verlor am Montag zeitweise über vier Prozent und rutschte unter die Marke von 99 Euro. Der Auslöser: Trump hatte am Wochenende im Streit um Grönland Strafzölle von 10 Prozent auf EU-Importe angekündigt.
Die Fakten:
– Aktueller Kurs: 98,00 Euro (-4,4 Prozent)
– 50-Tage-Durchschnitt nach unten durchbrochen
– Neues 4-Wochen-Tief markiert
– USA als wichtigster Exportmarkt außerhalb Europas besonders kritisch
Der geschlossene US-Handel am Martin Luther King Day verstärkte die Unsicherheit zusätzlich. Der DAX fiel unter die psychologisch wichtige 25.000-Punkte-Marke.
Analysten bleiben bullish
Ungeachtet der kurzfristigen Turbulenzen erhöht Berenberg das Kursziel von 113 auf 118 Euro und bekräftigt die Kaufempfehlung. Die Privatbank sieht Fortschritte bei der Kernmarke VW, eine starke Modelloffensive und Potenzial in der „local-for-local“-Strategie für China. Im Einstiegssegment des chinesischen Marktes sehen die Analysten Spielraum für rationalere Preise – ein Vorteil gegenüber der Premiumkonkurrenz.
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Auch Barclays hält an „Overweight“ fest. Die Experten räumen ein, dass die Zollrisiken nun greifbarer seien als erwartet. VW zähle neben BMW und Mercedes zu den am stärksten betroffenen Herstellern, sollten die Zölle vollständig umgesetzt werden. Mögliche Verzögerungen oder Ausnahmen werden aber nicht ausgeschlossen.
E-Auto-Prämie als Hoffnungsschimmer
Umweltminister Carsten Schneider verkündete am Montag Details zur neuen deutschen Elektroauto-Förderung. Die Prämie soll rückwirkend ab Jahresbeginn gelten – ein möglicher Vorteil für VW als größten europäischen E-Auto-Hersteller. Die BEV-Auslieferungen des Konzerns waren im vierten Quartal 2025 um 11,6 Prozent gestiegen.
Die Bewertung bleibt mit einem geschätzten KGV von unter 5 für 2026 historisch niedrig. Die Jahrespressekonferenz am 10. März dürfte zeigen, wie das Management mit den transatlantischen Risiken umgehen will.
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