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Volkswagen Aktie: Erika Rasch übernimmt Personalressort

Volkswagen besetzt mehrere Führungspositionen neu, rechnet 2026 mit weniger Umsatz und meldet eine schwächere operative Marge.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Erika Rasch übernimmt Personalressort
  • Vertrieb bei Volkswagen wird neu geordnet
  • Umsatzprognose für 2026 nach unten angepasst
  • Aktie seit Jahresbeginn 22 Prozent schwächer

An der Spitze des Volkswagen-Konzerns stehen weitreichende personelle Veränderungen bevor. Zum 1. Oktober übernimmt Erika Rasch das Vorstandsressort Personal und besetzt damit eine Schlüsselposition, die seit dem Ausscheiden von Gunnar Kilian im Sommer 2025 nicht regulär besetzt war.

Rasch wechselt vom Automobilzulieferer Bosch nach Wolfsburg, wo sie zuletzt als Head of Corporate People & Culture tätig war. In der Zwischenzeit hatte Thomas Schäfer das Ressort kommissarisch geleitet.

Umfassende Neuausrichtung der Vertriebsführung

Neben der Personalie im Konzernvorstand ordnet Volkswagen zum Oktober auch die Verantwortlichkeiten in wichtigen Marken- und Regionalsegmenten neu. Martin Jahn wird als Vorstandsmitglied der Marke Volkswagen die Zuständigkeit für die Bereiche Vertrieb, Marketing und After Sales übernehmen. Parallel dazu rückt Martina Biene in den Vorstand von Škoda Auto auf, wo sie künftig das Ressort Vertrieb und Marketing verantwortet.

Auch international stellt sich der Konzern breiter auf. Marco Schubert wird zum 1. Oktober Mitglied der erweiterten Konzernleitung für die Region Nordamerika und berichtet in dieser Funktion direkt an den Konzernchef Oliver Blume.

Eine weitere personelle Weichenstellung betrifft das Geschäft auf dem afrikanischen Kontinent: Dr. Christiane Zorn übernimmt zum selben Termin die Position der Vorsitzenden und Geschäftsführerin der Volkswagen Group Africa.

Flankiert werden diese operativen Veränderungen durch eine Neuerung im Kontrollgremium. Wie das Unternehmen mitteilte, ist Marianne Heiß bereits seit dem 3. September Mitglied des Aufsichtsrats und hat zudem den Vorsitz des Audit Committees übernommen.

Strategische Transformation und angepasste Jahresziele

Die personelle Neuordnung fällt in eine Phase tiefgreifender struktureller Anpassungen. Unter dem Namen „Group Target Picture 2030“ hat der Konzern ein Programm gestartet, das auf eine umfassende Transformation, die Reduktion von Komplexität und eine deutliche Senkung der Kosten zielt.

In diesem Zusammenhang berichten Medien über Pläne zu einem Stellenabbau, um den Herausforderungen durch neue Handelszölle und den veränderten Marktbedingungen zu begegnen. Bereits Ende vergangenen Jahres hatten sich Volkswagen und die IG Metall auf eine Einstellung der Fahrzeugfertigung in Dresden zum Ende 2025 sowie in Osnabrück für den Spätsommer 2027 verständigt.

Finanziell blickt das Unternehmen auf ein herausforderndes erstes Halbjahr zurück. Während die Umsatzerlöse in den ersten sechs Monaten nahezu auf dem Niveau des Vorjahres stagnierten, verzeichnete das operative Ergebnis eine rückläufige Tendenz. Angesichts dieser Entwicklung korrigierte die Konzernführung ihre Erwartungen für das Gesamtjahr.

Volkswagen rechnet nun mit einer Veränderung der Umsatzerlöse zwischen minus 3 und 0 Prozent, nachdem ursprünglich ein leichtes Wachstum in Aussicht gestellt worden war. Die operative Umsatzrendite wird für 2026 in einer Spanne von 4,0 bis 5,5 Prozent erwartet. Auch die Tochtermarke Audi senkte zuletzt ihre Prognose aufgrund schwächerer Aussichten in den Kernmärkten USA und China.

An der Börse spiegelt sich die angespannte Lage wider. Die Volkswagen-Aktie schloss am Freitag bei 80,88 € und weist seit Jahresbeginn ein Minus von 22 % auf. Trotz der langfristigen Abwärtsbewegung zeigt sich in den vergangenen Wochen eine Stabilisierung: Das Papier notiert aktuell 7,7 % über seinem gleitenden Durchschnitt der letzten 50 Tage.

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