Produktionsstopps in Wolfsburg versus Jubelrufe aus den Analystenhäusern: In diesem Spannungsfeld bewegte sich die Volkswagen-Aktie zum Wochenausklang. Während Sturmtief „Elli“ Teile der Fertigung lahmlegte, sorgten optimistische Stimmen von Investmentbanken für Kauflaune. Doch reichen die prognostizierten Verbesserungen für 2026 aus, um den Abwärtstrend nachhaltig zu brechen?
- Jefferies: Kursziel auf 140 Euro angehoben
- Barclays: Bestätigt „Overweight“ und favorisiert VW
- Operativ: Sturmtief erzwingt Bandstopps in Emden und Wolfsburg
Analysten setzen auf das Jahr 2026
Den entscheidenden Impuls für den Kursanstieg von 2,56 Prozent auf 104,25 Euro lieferte die Investmentbank Jefferies. Die Experten zeigten sich überzeugt, dass der Wolfsburger Konzern im laufenden Jahr 2026 spürbare operative Fortschritte erzielen wird. Konsequenterweise schraubten sie ihr Kursziel deutlich von 125 auf 140 Euro nach oben und bestätigten die Kaufempfehlung.
Unterstützung kam zeitgleich von der britischen Barclays Bank. Trotz der bekannten Branchenrisiken durch Zölle und EU-Regulierung zählen die Analysten Volkswagen – neben Ferrari – zu den Top-Favoriten im europäischen Automobilsektor. Sie bekräftigten ihr „Overweight“-Votum mit einem Ziel von 125 Euro. Diese geballte Zuversicht der Finanzprofis verdrängte am Markt die kurzfristigen operativen Sorgen.
Wetterchaos bremst Produktion
Dass die Anleger derart positiv reagierten, ist bemerkenswert, denn die operative Realität sah am Freitag düster aus. Das Sturmtief „Elli“ führte zu konkreten Ausfällen in der Fertigung:
* Im Werk Emden standen die Bänder in beiden Schichten komplett still, was die Elektromodelle ID.4 und ID.7 betraf.
* In Wolfsburg fiel eine Spätschicht in der Golf-Fertigung aus.
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Der Markt gewichtete die langfristigen Ertragsperspektiven und die günstige strategische Bewertung offensichtlich höher als diese temporären wetterbedingten Belastungen.
Chartbild und Marktbewegung
Mit dem jüngsten Anstieg konnte sich die Aktie etwas von ihren Tiefstständen lösen, wenngleich die Jahresperformance mit minus 1,93 Prozent noch knapp im negativen Bereich liegt. Technisch betrachtet befand sich das Papier zuletzt in einer überverkauften Situation, worauf der niedrige RSI-Wert von 27,8 hindeutet. Anleger honorieren aktuell die Perspektive, dass Volkswagen analog zu Wettbewerbern wie Stellantis für positive strategische Überraschungen sorgen könnte.
Für die weitere Kursentwicklung wird entscheidend sein, ob die vom Markt eingepreisten operativen Verbesserungen in den kommenden Quartalszahlen tatsächlich sichtbar werden und den Optimismus von Jefferies rechtfertigen.
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