Der Dieselskandal holt Volkswagen ein – erneut. Während die Aktie am Montag verhalten in die neue Woche startete, begann in München der zweite große Strafprozess gegen ehemalige Audi-Manager. Gleichzeitig verkündete der Konzern eine wichtige Standortgarantie für die Nutzfahrzeugsparte MAN.
Vier Ex-Manager auf der Anklagebank
Vor dem Landgericht München müssen sich ab sofort vier frühere Audi-Mitarbeiter verantworten. Unter den Angeklagten: die ehemaligen Entwicklungsvorstände Ulrich Hackenberg und Stefan Knirsch. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen Betrug, Falschbeurkundung und strafbare Werbung vor.
Der Vorwurf wiegt schwer: Manipulierte Software soll in Hunderttausenden Fahrzeugen der Marken Audi, Porsche und VW zum Einsatz gekommen sein. Der potenzielle Schaden bewegt sich laut Anklage zwischen mehreren Millionen und über drei Milliarden Euro.
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Die wichtigsten Fakten zum Verfahren:
- 50 Verhandlungstermine bis Oktober 2026 angesetzt
- Alle Angeklagten weisen die Vorwürfe zurück
- 2023 endete der erste Prozess mit Bewährungsstrafe für Ex-Audi-Chef Rupert Stadler
- Separates Verfahren am OLG Stuttgart mit Ex-Daimler-Chef Zetsche als Zeuge startet Dienstag
Lichtblick bei MAN
Während die juristische Aufarbeitung weitergeht, konnte VW am Standort Salzgitter einen Erfolg vermelden. Für die Nutzfahrzeugsparte MAN wurde eine weitreichende Einigung erzielt: Betriebsbedingte Kündigungen sind bis Ende 2035 ausgeschlossen, mit Verlängerungsoption bis 2040. Zusätzlich fließen 59 Millionen Euro Investitionen in den Standort.
Aktie zeigt sich unbeeindruckt
Die Volkswagen Vorzugsaktie reagierte im XETRA-Handel gelassen auf die Nachrichten. Der Kurs pendelte am Nachmittag um 102,55 Euro und notierte damit leicht im Minus. Die nächsten Quartalszahlen für Q4 2025 werden Anfang März erwartet, die Hauptversammlung ist für den 17. Juni 2026 terminiert.
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