Die Wolfsburger haben ihre Anleger überrascht – und zwar positiv. Am Donnerstag schoss die VW-Aktie um satte 6,51 Prozent auf 105,30 Euro nach oben. Der Grund? Ein Netto-Cashflow von rund 6 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2025 – eine Milliarde mehr als vom Konzern selbst prognostiziert und deutlich über den Markterwartungen.
Besonders bemerkenswert: Die Nettoliquidität kletterte zum 31. Dezember 2025 auf über 34 Milliarden Euro, nachdem sie Ende September noch bei 31 Milliarden lag. Ursprünglich hatte VW mit einem Wert von lediglich 30 Milliarden gerechnet. Diese Zahlen sind umso erstaunlicher, als der Konzern im September noch eine Milliarden-Belastung durch die Neuausrichtung der Porsche-Modellpalette verkraften musste und daraufhin seine Prognosen kassierte.
Wie gelang dieser Kraftakt?
Die Erklärung liegt in zwei zentralen Faktoren: VW band deutlich weniger Mittel im Working Capital und fuhr die Investitionen in Sachanlagen sowie Forschung und Entwicklung stärker zurück als ursprünglich geplant. Diese Kostendisziplin zahlte sich aus – und überzeugte auch die Analysten.
Die kanadische Bank RBC bestätigte ihr „Outperform“-Rating mit einem Kursziel von 135 Euro. Analyst Tom Narayan hob den starken Cashflow hervor, auch wenn die Entwicklung in China rückläufig verlief. Jefferies-Experte Philippe Houchois empfiehlt die Aktie weiterhin zum Kauf und setzt das Kursziel bei 140 Euro an. Er verweist darauf, dass VW vor allem durch die Freisetzung von Betriebskapital punktete.
Auch Barclays bleibt bei „Overweight“ mit einem Kursziel von 125 Euro. Analyst Henning Cosman sieht sich in seiner positiven Einschätzung bestätigt. Die Deutsche Bank hält ebenfalls an ihrer Kaufempfehlung fest, setzt das Kursziel jedoch mit 120 Euro etwas konservativer an.
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Skepsis bleibt nicht aus
Nicht alle Analysten sind vollends überzeugt. Goldman Sachs belässt die Aktie bei „Neutral“ mit einem Kursziel von 106 Euro. Analyst Christian Frenes mahnt, dass weitere Details nötig seien, um die Nachhaltigkeit des Cashflows einzuschätzen. Noch vorsichtiger gibt sich die UBS: Mit einem Kursziel von nur 95 Euro und einem „Neutral“-Rating zeigen sich die Schweizer Experten zurückhaltend – trotz Anerkennung der Kapitaldisziplin.
Am Freitag trat die Aktie zunächst auf der Stelle und verlor leichte 0,14 Prozent. Doch der Donnerstags-Sprung bleibt bemerkenswert: VW war der klare DAX-Gewinner und profitierte zusätzlich von der allgemeinen Markterholung nach der Entspannung im US-Zollstreit. Die vollständigen Konzernzahlen für 2025 wird Volkswagen am 10. März 2026 vorlegen.
Kann VW diese Dynamik halten? Die Frage nach der Nachhaltigkeit des Cashflows bleibt der zentrale Prüfstein für Investoren.
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