Startseite » DAX » Volkswagen Aktie: Bayern und Stuttgart zum Verkauf

Volkswagen Aktie: Bayern und Stuttgart zum Verkauf

VW plant tiefe Einschnitte: Prüfung von Audi- und Porsche-Fußballanteilen sowie massiven Stellenabbau zur Stabilisierung der Finanzen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Prüfung von Anteilen an FC Bayern und VfB Stuttgart
  • Operatives Ergebnis im ersten Quartal um 14 Prozent gesunken
  • Bis zu 100.000 Arbeitsplätze von Streichungen bedroht
  • Aktienkurs fällt auf neues Jahrestief von 70,58 Euro

Der Volkswagen-Konzern braucht dringend Kapital für seinen weitreichenden Umbau. Jetzt stehen sogar die prestigeträchtigen Fußballbeteiligungen der Töchter Audi und Porsche auf dem Prüfstand. Das Management plant tiefe Einschnitte, um die kriselnde Bilanz zu stabilisieren.

Sportbeteiligungen vor dem Aus

Audi hält 8,33 Prozent an der FC Bayern München AG. Porsche besitzt 10,4 Prozent am VfB Stuttgart. Genau diese Anteile will Volkswagen nun prüfen und möglicherweise veräußern. Das Sponsoring der betroffenen Vereine soll allerdings weiterlaufen.

Die konzerneigenen Clubs in Wolfsburg und Ingolstadt bleiben nach aktuellem Stand verschont. In Marktkreisen kursieren weitere Spekulationen. Demnach könnte das Management auch Edelmarken wie Lamborghini oder Ducati für einen Verkauf vorbereiten.

Harter Schnitt bei den Kosten

Hintergrund ist die schwache Finanzlage im ersten Quartal. Das operative Ergebnis fiel um 14 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro. Der Umsatz sank im gleichen Schritt leicht ab.

CEO Oliver Blume plant nun drastische Gegenmaßnahmen. Bis zu 100.000 Arbeitsplätze stehen auf der Kippe. Das entspricht einem Abbau von 15 Prozent der weltweiten Belegschaft.

Vier deutsche Produktionsstandorte könnten schließen. Zur Debatte stehen Hannover, Zwickau, Emden und das Audi-Werk Neckarsulm.

Erwartete US-Zölle belasten den Automobilbauer obendrein. Sie könnten jährlich rund vier Milliarden Euro kosten. Die Folge: Volkswagen will seine Investitionen über die nächsten Jahre spürbar kappen.

Kurs rutscht auf Jahrestief

Anleger reagieren extrem nervös auf die Einschnitte. Am Mittwoch schloss die Volkswagen-Aktie bei 70,58 Euro. Damit fiel das Papier gefährlich nahe auf das erst gestern markierte 52-Wochen-Tief zurück. Seit Januar beläuft sich der Kursverlust auf gut 33 Prozent.

Technisch gilt die Aktie mit einem RSI-Wert von 20,1 als stark überverkauft. Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die Aufsichtsratssitzung am 9. Juli 2026. Dann berät das Gremium über den genauen Sanierungsplan und den möglichen Anteilsverkauf. IG Metall und Betriebsrat kündigten bereits harten Widerstand an.

Anzeige

Volkswagen-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Volkswagen-Analyse vom 17. August liefert die Antwort:

Die neusten Volkswagen-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Volkswagen-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Volkswagen: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Volkswagen

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.