Volkswagen legt solide Jahreszahlen vor – und die kommen gut an. Trotz des schwächelnden US-Geschäfts und geopolitischer Unsicherheit sehen Analysten erhebliches Aufwärtspotenzial. Der Grund: Die Elektro-Offensive zeigt messbare Erfolge, während Europa als Kernmarkt stabil bleibt.
Elektro-Wachstum kompensiert regionale Schwäche
Der Wolfsburger Konzern lieferte 2025 insgesamt 8,98 Millionen Fahrzeuge aus – ein minimaler Rückgang von 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Doch die entscheidende Verschiebung findet unter der Haube statt: Die Auslieferungen vollelektrischer Fahrzeuge sprangen um 32 Prozent auf 983.100 Einheiten.
Die Zahlen im Detail:
- BEV-Anteil: Stieg von 8 auf 10,9 Prozent am Gesamtabsatz
- Europa: Plus 4,5 Prozent auf 3,94 Millionen Fahrzeuge
- Südamerika: Wachstum von 11,6 Prozent
- USA: Einbruch um 10,4 Prozent
- China: Rückgang von 8 Prozent
Modelle wie der VW ID.4/ID.5 (163.400 Einheiten) und der neue Škoda Elroq (95.300 Einheiten) trugen maßgeblich zum Elektro-Erfolg bei. Die Strategie, massiv in die Elektrifizierung zu investieren, zeigt sich in den harten Fakten.
Barclays und Berenberg sehen 20 Prozent Potenzial
Die Reaktion der Analysten fällt eindeutig aus. Barclays bestätigte am 20. Januar das „Overweight“-Rating trotz drohender Zollkonflikte. Analyst Henning Cosman verweist auf die solide Positionierung des Konzerns.
Der Marktkonsens liegt bei einem durchschnittlichen Kursziel von 118,82 Euro – vom aktuellen Niveau aus ein Aufwärtspotenzial von über 20 Prozent. Auch Berenberg hob kürzlich sein Kursziel auf 118 Euro an. Die Experten honorieren die strikte Kostendisziplin und den steigenden Anteil profitablerer Elektro-Modelle.
Das Trump-Risiko bleibt
Die Nutzfahrzeug-Tochter Traton meldete allerdings einen Absatzrückgang von 8,6 Prozent, primär getrieben durch den schwachen US-Markt. Die anhaltenden Drohungen mit neuen Importzöllen belasten zusätzlich.
Barclays warnte, dass Volkswagen neben Porsche und BMW am stärksten von US-Handelsbarrieren betroffen wäre. Das KGV liegt bei rund 6 – fundamental günstig, politisch jedoch riskant.
Europa trägt die Erholung
Die Aktie notiert aktuell knapp unter der 100-Euro-Marke und zeigt sich widerstandsfähig. Der Markt fokussiert sich auf die operative Stärke in Europa und das 32-prozentige BEV-Wachstum. Mit Analystenzielen von knapp 119 Euro bietet das Papier ein attraktives Chance-Risiko-Verhältnis für Anleger, die kurzfristige politische Volatilität aushalten können.
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