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Voestalpine Aktie: Rekordumsätze erzielt

Voestalpine schließt Portfolioumbau mit verbesserten Finanzkennzahlen ab. Das operativ gestärkte Unternehmen sieht sich jedoch geopolitischen Risiken und US-Zöllen ausgesetzt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Abschluss eines intensiven Restrukturierungsjahres
  • EBIT stieg in neun Monaten um über 20 Prozent
  • US-Zölle belasten mit zweistelligem Millionenbetrag
  • Greentec-Steel-Programm als zentraler Langfristtreiber

Zum 31. März endet bei Voestalpine ein intensives Restrukturierungsjahr. Zwei Tochtergesellschaften verlassen den Konzern — und hinterlassen eine operativ gestärkte Basis, die nun auf geopolitischen Gegenwind trifft.

Portfolio bereinigt, Zahlen verbessert

Die Voestalpine Camtec GmbH in Linz stellt ihren Betrieb ein. Gestiegene Energie- und Personalkosten sowie Preisdruck aus China und Indien hatten den Standort trotz Marktführerschaft im deutschsprachigen Raum unwirtschaftlich gemacht. Parallel steht der Verkauf von BÖHLER Profil an den US-amerikanischen Konzern Kadant Inc. kurz vor dem Abschluss. Das Unternehmen erzielte zuletzt 51,5 Millionen Euro Jahresumsatz — die rund 150 Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben.

Hinter dem Portfolioumbau stehen verbesserte Kennzahlen. In den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres stieg das EBIT um 20,9 Prozent auf 473 Millionen Euro, der operative Cashflow verdoppelte sich im ersten Halbjahr auf 783 Millionen Euro. Die Nettoverschuldung sank um 27,4 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr hält Voestalpine an einer EBITDA-Prognose zwischen 1,4 und 1,55 Milliarden Euro fest.

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Geopolitik und Zölle als Belastungsfaktoren

Die soliden Fundamentaldaten stoßen auf ein schwieriges Umfeld. Die Oesterreichische Nationalbank senkte ihre Wachstumsprognose für Österreich auf 0,5 Prozent für 2026 — als Haupttreiber nennt sie den Iran-Konflikt und hohe Energiepreise. Für einen energieintensiven Stahlkonzern ist das ein spürbarer Hemmschuh. Zusätzlich belasten US-Zölle auf Stahl und Aluminium das laufende Geschäftsjahr mit einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag.

Die Aktie notiert aktuell bei 39,30 Euro und damit rund 20 Prozent unter dem Anfang März erreichten 52-Wochen-Hoch von 49,10 Euro — der Kurs liegt auch unterhalb des 50-Tage-Durchschnitts von 42,12 Euro.

Termine und Langfriststrategie

Am 3. Juni legt Voestalpine die Jahreszahlen vor. Dann wird konkret messbar, wie stark die US-Zölle die Margen des neu aufgestellten Konzerns tatsächlich getroffen haben. Die Hauptversammlung folgt am 1. Juli. Strategisch bleibt das Greentec-Steel-Programm der zentrale Langfristtreiber: 1,5 Milliarden Euro fließen in zwei Elektrolichtbogenöfen, die Anfang 2027 in Betrieb gehen sollen. Mit dem Wasserstoff-Projekt Hy4Smelt — gemeinsam mit Primetals Technologies und Rio Tinto — entsteht in Linz zudem die weltweit erste industrielle Demonstrationsanlage für wasserstoffbasierte Direktreduktion ultrafeiner Eisenerze, mit rund 170 Millionen Euro das größte Klimaschutzforschungsvorhaben Österreichs.

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