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Symbolbild, KI-generiert

Voestalpine Aktie: Nettogewinn auf 196 Millionen Euro

Voestalpine startet mit deutlichem Gewinnplus ins Geschäftsjahr 2026/27. Der Stahlkonzern profitiert von Sondereffekten und bestätigt die Jahresziele.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Nettogewinn mehr als verdoppelt
  • Schulden um 28,7 Prozent gesenkt
  • Rahmenvertrag über 470 Millionen Euro
  • Analysten erhöhen Kursziel deutlich

Voestalpine ist mit einem kräftigen Gewinnsprung ins neue Geschäftsjahr gestartet. Der Stahl- und Technologiekonzern meldete am Mittwoch für das erste Quartal 2026/27 einen Nettogewinn von 196 Millionen Euro, nach 106 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) kletterte um 78,8 Prozent auf 307 Millionen Euro.

Der Umsatz legte moderat auf 4,0 Milliarden Euro zu, nach 3,9 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Deutlich stärker fiel der Anstieg beim EBITDA aus: Mit 495 Millionen Euro übertraf es den Vorjahreswert von 361 Millionen Euro spürbar. Allerdings steckten darin rund 100 Millionen Euro an Sondereffekten aus dem Verkauf von Böhler Profil – ein Faktor, den Anleger bei der Bewertung der operativen Ertragskraft berücksichtigen sollten.

Bilanz gestärkt, Guidance bestätigt

Neben der Ergebnisverbesserung fällt der Fortschritt bei der Verschuldung ins Auge. Voestalpine reduzierte die Nettofinanzverschuldung im Jahresvergleich um 28,7 Prozent auf rund 1 Milliarde Euro.

Der freie Cashflow des Quartals belief sich auf 224 Millionen Euro. Für das laufende Geschäftsjahr 2026/27 bestätigte der Konzern seine Prognose einer EBITDA-Spanne von 1,60 bis 1,85 Milliarden Euro.

Auf der Kostenseite spiegelt sich der laufende Umbau in der Belegschaftsentwicklung wider: Zum 30. Juni zählte Voestalpine 48.640 Vollzeitstellen, ein Rückgang um 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Grund dafür sind Reorganisationsmaßnahmen in den Segmenten High Performance Metals und Automotive Components.

Großauftrag Rail Baltica als Wachstumstreiber

Für zusätzlichen Rückenwind sorgt ein Großauftrag der Sparte Voestalpine Railway Systems. Im Rahmen des Bahnprojekts Rail Baltica sicherte sich der Konzern einen Rahmenvertrag über 470 Millionen Euro – den größten Einzelauftrag der Unternehmensgeschichte in diesem Bereich.

Geliefert werden bis zu 1.000 High-Tech-Weichen samt digitalen Monitoringsystemen, ausgelegt für Geschwindigkeiten bis 300 Kilometer pro Stunde. Die Produktion soll an Standorten in Litauen und Lettland erfolgen, erste Prototypen sind für 2027 vorgesehen.

Parallel treibt Voestalpine den technologischen Umbau der Stahlproduktion voran. An den Standorten Linz und Donawitz sollen Elektrolichtbogenöfen in der ersten Jahreshälfte 2027 den Betrieb aufnehmen – ein Schritt hin zu emissionsärmerer Stahlerzeugung, der mittelfristig auch die Kostenstruktur beeinflussen dürfte.

Analysten reagieren positiv

Die Erste Group reagierte auf die Zahlen mit einer Hochstufung. Analyst Michael Marschallinger hob das Kursziel von 39,50 Euro auf 55,30 Euro an und stufte die Einschätzung von „hold“ auf „accumulate“ hoch.

An der Börse zeigt sich die verbesserte Ertragslage bereits im Kursverlauf: Die Aktie schloss zuletzt bei 46,90 Euro und liegt damit seit Jahresbeginn 24 Prozent im Plus. Zum 52-Wochen-Hoch von 49,22 Euro, erreicht Ende Februar, fehlen noch 4,7 Prozent.

Zum 52-Wochen-Tief von 26,46 Euro im August vergangenen Jahres beträgt der Abstand hingegen 77 Prozent – ein Beleg für die deutliche Erholung, die das Papier binnen eines Jahres genommen hat.

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