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Voestalpine Aktie: Milliarden-Baustelle läuft

Voestalpine schreitet beim Bau der Elektrolichtbogenöfen voran. Das 1,5-Milliarden-Euro-Programm soll ab 2027 grünen Stahl liefern und die CO₂-Emissionen deutlich senken.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Rohbau der neuen Ofenhalle in Linz fast fertig
  • Investition von 1,5 Milliarden Euro in grüne Stahlproduktion
  • CO₂-Emissionen sollen bis 2029 um 30 Prozent sinken
  • Solide Finanzlage stützt das ambitionierte Bauprogramm

Noch knapp ein Jahr bis zur Einschaltung: Der Rohbau der neuen Elektrolichtbogenofen-Halle im Linzer Werk nähert sich der Fertigstellung — die Hauptkonstruktion soll im April abgeschlossen sein. Voestalpine tritt damit beim größten Klimaschutzprogramm Österreichs in die entscheidende Phase ein.

1,5 Milliarden Euro für den Umbau

Das Programm „Greentec Steel“ sieht vor, an den Standorten Linz und Donawitz je einen mit Grünstrom betriebenen Elektrolichtbogenofen zu errichten. Ab Anfang 2027 sollen beide Öfen zusammen jährlich rund 2,5 Millionen Tonnen CO₂-reduzierten Stahl produzieren. Das Gesamtinvestitionsvolumen beläuft sich auf 1,5 Milliarden Euro.

Parallel zum Hallenbau beginnt im Frühjahr die Montage der Fördertechnik für die HBI-Versorgungsanlage, die rund 450.000 Tonnen Einsatzmaterial pro Jahr bereitstellen soll — angeliefert aus Texas über den Hafen Koper per Bahn nach Linz. Zusätzlich baut Voestalpine gemeinsam mit Primetals Technologies und Rio Tinto für rund 170 Millionen Euro die weltweit erste industrielle Demonstrationsanlage, die wasserstoffbasierte Direktreduktion mit einem elektrischen Schmelzprozess kombiniert.

Das Ziel bis 2029: eine Reduktion der CO₂-Emissionen um rund 30 Prozent gegenüber 2019, was knapp 4 Millionen Tonnen weniger CO₂ pro Jahr bedeutet.

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Regulierung spielt Voestalpine in die Hände

Das Timing kommt nicht von ungefähr. Der Carbon Border Adjustment Mechanism der EU ist seit Januar 2026 vollständig in Kraft und zwingt Stahlimporteure, CO₂-Zertifikate auf europäischem Preisniveau zu kaufen. Für Juli 2026 sind zusätzliche Maßnahmen geplant: halbierte Importquoten und verdoppelte Zölle für darüber hinausgehende Mengen. Wer früh auf grünen Stahl umstellt, sichert sich damit strukturelle Kostenvorteile gegenüber asiatischen Wettbewerbern.

Die finanzielle Basis für das Bauprogramm ist solide. In den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres stieg das EBITDA um 7,2 Prozent auf 1 Milliarde Euro, der Vorsteuergewinn verbesserte sich um 46,5 Prozent auf 372 Millionen Euro. Die Nettoverbindlichkeiten sanken um 27,4 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Das Management bestätigte den Jahresausblick mit einem erwarteten EBITDA zwischen 1,4 und 1,55 Milliarden Euro.

Die Aktie liegt mit rund 39 Euro noch gut 20 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 49,10 Euro, hat sich vom Jahrestief im April 2025 jedoch nahezu verdoppelt. Mit der Inbetriebnahme der ersten beiden Öfen Anfang 2027 und dem geplanten Austausch weiterer Hochöfen bis 2035 liegt der operative Wendepunkt noch vor den Anlegern.

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