Startseite » Industrie » Voestalpine Aktie: Erster Elektroofen startet im Februar 2027

Voestalpine Aktie: Erster Elektroofen startet im Februar 2027

Trotz Umsatzminus steigert Voestalpine die Erträge deutlich. Das Greentec-Programm und CO2-Vorteile stärken die Wettbewerbsposition.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktie nähert sich 52-Wochen-Hoch
  • Operative Marge trotz Umsatzrückgang verbessert
  • Elektrolichtbogenöfen ab 2027 in Betrieb
  • CBAM verschafft Wettbewerbsvorteil

Der österreichische Stahlkonzern hat sich in zwölf Monaten mehr als verdoppelt. Heute legt die Aktie weitere 2,7 Prozent auf 47,10 Euro zu — und das 52-Wochen-Hoch bei 49,10 Euro rückt näher.

Umsatz runter, Ertrag rauf

Das klingt zunächst widersprüchlich. In den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres sank der Umsatz um 5,1 Prozent auf 11,1 Milliarden Euro. Das EBITDA kletterte gleichzeitig um 7,2 Prozent auf 1,0 Milliarden Euro, das EBIT sogar um 20,9 Prozent. Der operative Cashflow sprang um 53,3 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro.

Voestalpine schrumpft also beim Umsatz — verdient aber operativ deutlich besser. Das deutet auf eine verbesserte Produktmischung und Kostendisziplin hin. Treiber waren die Segmente Railway Systems und Luftfahrt, die höhere Margen als das klassische Massenstahlgeschäft abwerfen.

Den Ausblick bestätigte der Konzern: Das EBITDA soll im Gesamtjahr zwischen 1,4 und 1,55 Milliarden Euro liegen. Am 3. Juni folgt der Geschäftsbericht 2025/26 — dann zeigt sich, ob diese Messlatte gehalten wurde.

Greentec Steel: Der Milliarden-Umbau läuft

Im Hintergrund läuft das größte Investitionsprojekt der Unternehmensgeschichte. Das 1,5-Milliarden-Euro-Programm „greentec steel“ tritt in seine entscheidende Phase. Der Rohbau der neuen Elektrolichtbogenofen-Halle am Linzer Werk war im April 2026 fertig.

Ab Februar 2027 soll der erste Ofen in Linz den Betrieb aufnehmen, ein zweiter folgt in Donawitz. Beide Anlagen sollen jährlich rund 2,5 Millionen Tonnen CO₂-reduzierten Stahl produzieren. Bis 2029 plant Voestalpine eine Senkung der Konzern-Emissionen um 30 Prozent.

Das verschafft strukturelle Vorteile. Seit Januar 2026 ist der EU-Kohlenstoffgrenzmechanismus (CBAM) vollständig in Kraft. Er verteuert Stahlimporte aus China und der Türkei um geschätzte 40 bis 70 Euro je Tonne — ein wachsender Wettbewerbsvorteil für emissionsarme Produzenten wie Voestalpine.

Risiken bleiben real

Kein Wunder, dass Anleger die Transformation honorieren. Allerdings hat das Management selbst auf einen strukturellen Engpass hingewiesen: Strom- und Wasserstoffnetze mit ausreichender Kapazität fehlen noch. Das ist kein kleines Risiko für den Zeitplan.

Hinzu kommt der Druck durch US-Importzölle auf Spezialrohre. Das Management schätzt die Ergebnisbelastung auf 60 bis 80 Millionen Euro.

Nach der Hauptversammlung am 1. Juli plant Voestalpine eine Dividendenausschüttung von mindestens 0,40 Euro je Aktie. Die neue Dividendenpolitik sieht 30 Prozent des Gewinns je Aktie vor — sofern der Verschuldungsgrad nach Auszahlung unter dem Faktor 2,0 bleibt. Der Zahltag ist der 14. Juli 2026.

Anzeige

Voestalpine-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Voestalpine-Analyse vom 25. Mai liefert die Antwort:

Die neusten Voestalpine-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Voestalpine-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Voestalpine: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Voestalpine

Voestalpine Chart