Startseite » Earnings » Voestalpine Aktie: EBIT springt um 78,8 Prozent
Symbolbild, KI-generiert

Voestalpine Aktie: EBIT springt um 78,8 Prozent

Voestalpine verbessert im ersten Quartal Ergebnis und Umsatz, bestätigt die Jahresziele und treibt zugleich Stahlumbau sowie Bahntechnik voran.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • EBITDA steigt auf 495 Millionen Euro
  • Jahresprognose bleibt unverändert bestehen
  • Neue Elektroöfen für 2027 vorgesehen
  • Nordamerika-Ausbau der Bahntechnik gestartet

Die Voestalpine befindet sich in einer Phase der strategischen Neuausrichtung. Der Linzer Stahl- und Technologiekonzern treibt derzeit zwei zentrale Säulen seiner künftigen Geschäftsentwicklung voran: die Dekarbonisierung der heimischen Produktion und den globalen Ausbau der Bahntechnik-Sparte.

Während der Umbau der Werke in Österreich im Zeitplan liegt, stützen die Ergebnisse des ersten Quartals und eine solide Auftragslage die finanzielle Basis für diese Investitionen.

Deutlicher Ergebnissprung zum Auftakt des Geschäftsjahres

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 verzeichnete Voestalpine eine signifikante Steigerung der Kennzahlen. Das operative Ergebnis (EBITDA) stieg auf 495 Millionen Euro, verglichen mit 361 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

In diesem Ergebnis sind Sondereffekte von rund 100 Millionen Euro enthalten, die primär aus dem Verkauf der Tochtergesellschaft Böhler Profil sowie aus Reorganisationsmaßnahmen resultierten. Der Umsatz belief sich auf 4,0 Milliarden Euro, was einem leichten Zuwachs gegenüber den 3,9 Milliarden Euro des Vorjahres entspricht.

Das Betriebsergebnis (EBIT) kletterte um 78,8 Prozent auf 307 Millionen Euro. Unter dem Strich stand ein Gewinn nach Steuern von 196 Millionen Euro, nachdem im Vorjahresquartal 106 Millionen Euro erzielt worden waren.

Das Management bestätigte im Zuge dieser Zahlen die Prognose für das gesamte Geschäftsjahr 2026/27. Erwartet wird weiterhin ein EBITDA in einer Bandbreite zwischen 1,60 und 1,85 Milliarden Euro.

Investitionen in die grüne Transformation

Ein wesentlicher Teil der langfristigen Unternehmensstrategie betrifft die Modernisierung der Stahlproduktion in Österreich. Voestalpine plant, im ersten Halbjahr 2027 die neuen Elektrolichtbogenöfen (EAF) in Linz und Donawitz in Betrieb zu nehmen. Laut Unternehmensangaben verlaufen beide Projekte sowohl zeitlich als auch budgetär nach Plan. Diese Anlagen sind eine Grundvoraussetzung für die Umstellung auf eine CO2-reduzierte Stahlherstellung.

Parallel dazu hat der Aufsichtsrat Erweiterungsinvestitionen am Standort Donawitz freigegeben. Bis zum Jahr 2030 sollen rund 100 Millionen Euro in den Ausbau der Stromversorgung, eine dritte Sekundärmetallurgie-Linie sowie die Erweiterung der Schrottlogistik fließen. Diese Maßnahmen sollen die Flexibilität in der Produktion erhöhen und die Infrastruktur für die neuen Schmelzverfahren stärken.

Fokus auf internationale Bahntechnik und Marktentwicklung

In der Sparte Railway Systems festigt der Konzern seine Position durch Großaufträge und internationale Expansion. Neben einem historisch bedeutsamen Einzelauftrag über 470 Millionen Euro forcierte Voestalpine vor knapp zwei Wochen das Engagement in Nordamerika.

In Thorold, Ontario, entsteht eine neue Produktionsstätte für hochwertige Weichen- und Schienkomponenten. Eine langfristige Liefervereinbarung mit Canadian National (CN), dem größten Frachteisenbahnunternehmen Kanadas, soll die künftige Auslastung des Standorts sichern.

An der Börse schloss die Aktie am Freitag bei 44,26 Euro. Das Papier weist seit Jahresbeginn ein Plus von 17 Prozent auf. Besonders deutlich wird die Kursentwicklung im Vergleich zum Vorjahr: Vom 52-Wochen-Tief bei 28,32 Euro, das gestern vor genau einem Jahr markiert wurde, hat sich der Wert inzwischen um 56 Prozent nach oben abgesetzt.

Die Analysten von JPMorgan hatten bereits im Juli auf die operative Entwicklung reagiert, ihre Einstufung auf Overweight angehoben und ein Kursziel von 50 Euro ausgegeben. Die Aktionäre partizipierten zudem über eine im Juli ausgezahlte, auf 0,75 Euro erhöhte Dividende am Unternehmenserfolg.

Anzeige

Voestalpine-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Voestalpine-Analyse vom 12. September liefert die Antwort:

Die neusten Voestalpine-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Voestalpine-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 12. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Voestalpine: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Voestalpine

Redaktion Kapitalmarktexperten

Unter „Redaktion Kapitalmarktexperten“ erscheinen Beiträge, die mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt werden. Themenauswahl, Quellen und die redaktionellen Regeln verantwortet die Redaktion; verantwortlich im Sinne des § 18 Abs. 2 MStV ist Dr. Robert Sasse. Hinweise und Korrekturen: kapitalmarktexperten.de/korrekturen/