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Voestalpine Aktie: Bilanz morgen mit 0,66 Euro Gewinn

Morgen legt Voestalpine die Quartalszahlen vor. Analysten erwarten eine Trendwende beim Gewinn, während die neue Dividendenpolitik und das Milliardenprojekt greentec steel im Mittelpunkt stehen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Gewinnwende im vierten Quartal erwartet
  • Neue Dividendenregel wird zum Test
  • Bau der Elektrolichtbogenöfen schreitet voran
  • Aktie nahe 52-Wochen-Hoch notiert

Morgen legt Voestalpine die Bilanz für 2025/26 vor. Für Investoren wird es konkret: Erstmals greift die neue Dividendenpolitik, die Ausschüttungen an die Verschuldung koppelt. Gleichzeitig zeigt sich, ob der Stahlkonzern die volatile Rohstofflage operativ bewältigt hat.

Erholung im vierten Quartal erwartet

Analysten rechnen für das abgelaufene vierte Quartal mit einem Gewinn von 0,66 Euro je Aktie. Das wäre eine deutliche Trendwende: Im Vorjahresquartal hatte der Linzer Konzern noch einen Verlust von 0,17 Euro je Aktie gemeldet.

Beim Umsatz zeichnet sich ein anderes Bild ab. Die Schätzungen liegen bei rund 3,94 Milliarden Euro — 1,5 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr kalkuliert der Konsens mit 15,05 Milliarden Euro.

Dividende hängt an der Verschuldung

Die Ausschüttung wird zum Lackmustest. Voestalpine hatte im Sommer 2025 seine Dividendenpolitik reformiert: Zielquote 30 Prozent des Gewinns je Aktie, aber nur wenn das Verhältnis von Nettofinanzverschuldung zu EBITDA unter 2,0 bleibt. Andernfalls gibt es lediglich die Mindestdividende von 0,40 Euro.

Marktschätzungen bewegen sich zwischen 0,72 und 0,80 Euro — sofern die Verschuldungskriterien erfüllt sind. Der freie Cashflow wird zeigen, ob der Konzern die Investitionen in die grüne Transformation stemmt und zugleich die Dividendenkontinuität hält.

Elektrolichtbogenöfen nehmen Form an

Parallel dazu läuft das 1,5-Milliarden-Programm „greentec steel“. In Donawitz sind die Tiefbauarbeiten weitgehend abgeschlossen, die Montage der Anlagenkomponenten läuft. Ab 2027 sollen hier jährlich 850.000 Tonnen CO2-reduzierten Stahl entstehen.

In Linz ist der Rohbau der neuen Produktionshalle weit fortgeschritten — eine Fläche so groß wie ein Fußballfeld. Der Abschluss des Stahlbaus ist für Juli 2026 geplant.

Kurs über allen gleitenden Durchschnitten

Die Aktie notiert aktuell bei 45,96 Euro, knapp sechs Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 49,10 Euro. Seit Jahresbeginn legte der Kurs um knapp 19 Prozent zu, auf Jahressicht steht ein Plus von über 100 Prozent. Der RSI liegt bei 71,7 — nahe der technischen Überkaufzone.

Für 2026/27 rechnen Analysten bereits mit einem Gewinn je Aktie von über 3,60 Euro. Das würde den Aufwärtstrend fundamental untermauern — vorausgesetzt, die morgigen Zahlen bestätigen die Erholung und die Verschuldungskennzahl bleibt im grünen Bereich.

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