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Voestalpine Aktie: Auftrag trifft Umbau

Der Stahlkonzern profitiert von einem Großauftrag des Luftfahrtriesen Airbus, während gleichzeitig der Hochofen-Ausfall in Linz den laufenden Transformationsprozess begleitet. Die Prognose bleibt stabil.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Fünfjahresvertrag mit Airbus für Nickellegierungen
  • Hochofen-Ausfall am Hauptstandort Linz
  • EBITDA-Prognose für 2025/26 bestätigt
  • Umbau zu grünem Stahl mit Elektroöfen

Der Airbus-Milliardenauftrag hat die Voestalpine-Aktie vergangene Woche kräftig angeschoben — und gleichzeitig zeigt der Konzern, wie er sich für die Zeit nach dem klassischen Stahlgeschäft aufstellt. Das Bild ist dabei nicht ganz frei von Widersprüchen.

Charttechnik: Wichtige Hürden gebrochen

Am 8. April überwand das Papier die 100-Tage-Linie mit einem Kurssprung von zeitweise fast zehn Prozent. Seither notiert die Aktie mit rund 41 Euro komfortabel über dem 200-Tage-Durchschnitt von knapp 35 Euro — ein technisches Fundament, das den Aufwärtstrend seit dem Jahrestief im April 2025 untermauert. Damals stand der Kurs noch bei gut 20 Euro. Das 52-Wochen-Hoch von 49,10 Euro, erreicht Ende Februar, rückt damit wieder in Reichweite.

Der Kern des Kursimpulses ist ein Fünfjahresvertrag mit Airbus: Voestalpine liefert Nickelbasislegierungen und Schmiedeteile für Triebwerke und Fahrwerke der Modelle A320, A330 und A350. Produziert wird an den steirischen Standorten Kapfenberg und Mürzzuschlag sowie bei der brasilianischen Tochter Villares Metals. Der Auftrag stärkt die High Performance Metals Division — genau den margenstarken Bereich, auf den der Konzern strategisch setzt.

Hochofen-Ausfall trifft mitten in die Transformation

Weniger erfreulich: Am selben Tag wurde bekannt, dass am Hauptstandort Linz ein Hochofen ungeplant gewartet werden muss. Angaben zur Dauer oder zu konkreten Auswirkungen auf Liefermengen machte das Unternehmen bislang nicht.

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Der Zeitpunkt ist bemerkenswert, denn Linz befindet sich mitten im größten Umbau seiner Geschichte. Im Rahmen des Programms „greentec steel“ ist der Rohbau der neuen Elektrolichtbogenofen-Halle fertiggestellt worden. Ab Februar 2027 soll der erste dieser Öfen in Betrieb gehen, ein zweiter folgt in Donawitz. Das Investitionsvolumen: rund 1,5 Milliarden Euro. Bis 2029 sollen die CO2-Emissionen dadurch um 30 Prozent sinken.

Prognose bleibt stabil

Trotz Hochofen-Ausfall und US-Strafzöllen — die das laufende Ergebnis im mittleren zweistelligen Millionenbereich belasten dürften — hält das Management an seiner EBITDA-Prognose von 1,4 bis 1,55 Milliarden Euro für das Geschäftsjahr 2025/26 fest. Die ersten drei Quartale lieferten eine solide Basis: Das operative Ergebnis (EBIT) stieg von April bis Dezember 2025 um knapp 21 Prozent auf 473 Millionen Euro, der freie Cashflow erreichte 345 Millionen Euro.

Für Aktionäre steht der 1. Juli als Hauptversammlung im Kalender. Die Dividendenzahlung für das abgelaufene Geschäftsjahr ist für den 14. Juli 2026 vorgesehen, der Ex-Dividenden-Tag fällt auf den 9. Juli.

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