Während der Umbau zur umweltfreundlichen Stahlproduktion in Linz sichtbare Fortschritte macht, greift Brüssel dem Konzern massiv unter die Arme. Der seit Jahresbeginn voll wirksame EU-Kohlenstoffgrenzmechanismus (CBAM) verteuert asiatische Billigimporte drastisch. Das verschafft den Österreichern genau zum richtigen Zeitpunkt einen strategischen Kostenvorteil gegenüber internationalen Wettbewerbern.
Milliarden-Umbau voll im Zeitplan
Der Rohbau für die neue Elektrolichtbogenofen-Halle (EAF) am Hauptsitz in Linz wird in diesen Tagen planmäßig fertiggestellt. Damit erreicht das 1,5-Milliarden-Euro-Programm „greentec steel“ die nächste entscheidende Bauphase. Ab 2027 sollen die neuen, mit Grünstrom betriebenen Anlagen in Linz und Donawitz jährlich 2,5 Millionen Tonnen CO₂-reduzierten Stahl liefern.
Das Ziel des größten österreichischen Klimaschutzprogramms ist klar definiert: Bis 2029 will der Konzern seine Emissionen um 30 Prozent senken. Das entspricht einer Einsparung von fast vier Millionen Tonnen CO₂ pro Jahr. Dieser rasche Umbau zahlt sich durch die neue EU-Regulierung nun doppelt aus. Der CBAM-Mechanismus zwingt ausländische Importeure, CO₂-Zertifikate auf europäischem Preisniveau zu kaufen. Für Juli 2026 sind bereits halbierte Importquoten und verdoppelte Zölle für Übermengen angekündigt, was den Preisdruck durch billigen Importstahl weiter spürbar dämpfen wird.
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Solides Fundament für den Kraftakt
Finanziell steht die Basis für diese Transformation. In den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres kletterte das EBIT um knapp 21 Prozent auf 473 Millionen Euro. Gleichzeitig schrumpfte die Nettoverschuldung deutlich auf 1,4 Milliarden Euro. Diese operative Stärke spiegelt sich auch auf dem Parkett wider. Mit einem Schlusskurs von 42,66 Euro am Freitag verbucht das Papier auf 12-Monats-Sicht ein massives Plus von fast 109 Prozent und notiert stabil über der wichtigen 50-Tage-Linie.
Das Management hält konsequent an der Jahresprognose fest und rechnet für 2025/26 mit einem EBITDA zwischen 1,4 und 1,55 Milliarden Euro. Die nächste technologische Ausbaustufe ist bereits fixiert: Ende 2027 startet parallel zum Hochlauf der EAF-Öfen die erste Produktion der 170 Millionen Euro teuren Wasserstoff-Demonstrationsanlage „Hy4Smelt“.
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