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Voestalpine Aktie: 0,75 Euro Dividende ab morgen

Voestalpine erhöht Dividende um 25 Prozent und meldet Baufortschritt bei der grünen Stahlproduktion. Großauftrag Rail Baltica stärkt Auftragsbücher.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Dividendensteigerung auf 0,75 Euro
  • Baufortschritt bei Elektrolichtbogenofen-Halle
  • Rahmenvertrag über 470 Millionen Euro
  • Aktie im mittelfristigen Aufwärtstrend

Voestalpine schüttet am morgigen Dienstag die Dividende für das Geschäftsjahr 2025/26 aus. Aktionäre erhalten 0,75 Euro je Aktie – ein Plus von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Parallel dazu meldet der Konzern einen wichtigen Baufortschritt beim Umbau zur grünen Stahlproduktion.

Dividende steigt um 25 Prozent

Die Hauptversammlung in Linz beschloss die Ausschüttung bereits am 1. Juli. Voestalpine zahlt damit 0,75 Euro je Aktie, im Vorjahr waren es noch 0,60 Euro.

Der Ex-Dividenden-Tag lag bereits am 9. Juli. Wer die Aktie zu diesem Zeitpunkt hielt, bekommt morgen die Gutschrift abzüglich der Kapitalertragsteuer von 27,5 Prozent.

Die Erhöhung passt zur Ausschüttungspolitik des Konzerns. Voestalpine zahlt üblicherweise rund 30 Prozent des Nettogewinns an die Aktionäre aus.

Der Umsatz sank im vergangenen Geschäftsjahr leicht auf 15,1 Milliarden Euro. Der Gewinn nach Steuern kletterte trotzdem auf 424,7 Millionen Euro.

Meilenstein bei greentec steel

Am Standort Linz erreicht der Konzern diesen Monat einen wichtigen Baufortschritt. Der Stahlbau für die neue Elektrolichtbogenofen-Halle soll planmäßig fertig werden. Die Halle misst 65 Meter in der Höhe und bildet das Herzstück des Dekarbonisierungsprogramms „greentec steel“.

Das Gesamtprojekt kostet rund 1,5 Milliarden Euro. Ab Anfang 2027 will Voestalpine mit der neuen Technologie produzieren.

Bis 2029 soll das den CO2-Ausstoß um rund 30 Prozent senken. Der planmäßige Fortschritt in Linz und Donawitz gilt am Markt als Signal für die Zukunftsfähigkeit des Konzerns.

Rail Baltica stützt die Auftragsbücher

Auch abseits der Primärproduktion läuft es gut für Voestalpine. Im Rahmen des Projekts „Rail Baltica“ sicherte sich der Konzern kürzlich einen Rahmenvertrag über Hochgeschwindigkeitsweichen. Das Volumen liegt bei über 470 Millionen Euro.

Solche Infrastrukturaufträge machen den Konzern unabhängiger von der zyklischen Bau- und Autoindustrie. Hinzu kommen neue EU-Schutzmechanismen, die seit Anfang Juli die Importquoten für Drittlandsstahl begrenzen. Das stabilisiert das Umfeld für margenstarke Qualitätsprodukte aus Europa.

Kurs zeigt intakten Aufwärtstrend

Die Aktie schloss am Freitag bei 43,46 Euro. Auf Jahressicht steht ein Plus von 74,82 Prozent zu Buche.

Seit Jahresbeginn legte das Papier um 12,42 Prozent zu. Zum 52-Wochen-Hoch von 49,22 Euro aus dem Februar fehlen aktuell 11,70 Prozent.

Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt von 40,26 Euro beträgt 7,96 Prozent. Der mittelfristige Aufwärtstrend bleibt damit intakt.

Der RSI liegt bei 49,6 und damit im neutralen Bereich. Weder überkauft noch überverkauft, das Papier hat also noch Spielraum in beide Richtungen.

In den vergangenen 30 Tagen büßte die Aktie 6,50 Prozent ein. Morgen fließt nun die Dividende ab, üblicherweise ein kurzfristiger Belastungsfaktor für den Kurs.

Die nächste wichtige Marke bleibt das 52-Wochen-Hoch von 49,22 Euro. Bis dorthin fehlen der Aktie noch rund 11,70 Prozent.

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