Der prominente Hedgefonds-Manager Bill Ackman ist beim weltweit größten Zahlungsnetzwerk Visa eingestiegen. Medienberichten zufolge legte sein Unternehmen Pershing Square Capital Management eine neue Position offen, die zum Ende des zweiten Quartals einen Umfang von 3,27 Millionen Aktien hatte. Mit einem Marktwert von rund 1,12 Milliarden US-Dollar nimmt die Beteiligung bereits einen Anteil von 5,4 % am gesamten Portfolio des Hedgefonds ein.
Operative Rekordmarke beim Zahlungsvolumen
Flankiert wird das Vertrauen des Großinvestors durch starke Geschäftszahlen für das dritte Fiskalquartal 2026. Visa konnte den Nettoumsatz im Vergleich zum Vorjahr um 14 % auf 11,6 Milliarden US-Dollar steigern.
Der bereinigte Gewinn je Aktie legte um 11 % auf 3,32 US-Dollar zu, womit das Unternehmen die Erwartungen des Marktes übertraf. Ein besonderer Meilenstein gelang beim Transaktionsvolumen: Erstmals in der Unternehmensgeschichte überschritt das Quartalsvolumen die Marke von 4 Billionen US-Dollar.
Das Wachstum wurde durch ein Plus von 10 % bei den verarbeiteten Transaktionen getrieben, die sich auf insgesamt 72 Milliarden summierten. Angesichts dieser Dynamik hob die Konzernführung die Prognose für das Gesamtjahr 2026 an. Visa rechnet nun mit einem Umsatzwachstum am unteren Ende des niedrigen zweistelligen Prozentbereichs und einem Anstieg des Gewinns je Aktie im mittleren zweistelligen Prozentbereich.
Strategische Zukäufe und KI-Integration
Um die Marktposition langfristig abzusichern, setzt Visa verstärkt auf technologische Zukäufe und Kooperationen. Anfang August vereinbarte der Konzern die Übernahme von BioCatch Ltd. für 2,4 Milliarden US-Dollar in bar. Das Unternehmen ist auf die Erkennung von Betrug spezialisiert und soll die Cybersecurity-Sparte von Visa stärken.
Zudem treibt der Konzern seine Integration in den Bereich der Künstlichen Intelligenz voran. Eine im Juni gestartete Partnerschaft mit OpenAI ermöglicht es KI-Agenten, innerhalb der ChatGPT-Plattform sichere Transaktionen über das Visa-Netzwerk durchzuführen.
Auch die Aktionäre partizipieren unmittelbar am Erfolg. Neben einem bereits im April initiierten Aktienrückkaufprogramm über 20 Milliarden US-Dollar schüttet das Unternehmen am 1. September eine Quartalsdividende von 0,67 US-Dollar je Aktie aus. Die Bezugsberechtigung für diese Zahlung wurde bereits am 11. August festgestellt.
Analysten sehen weiteres Aufwärtspotenzial
Die Analysten bewerten die Kombination aus robustem Kerngeschäft und strategischer Erweiterung positiv. Die Experten von Truist Financial sprachen am 5. August eine Kaufempfehlung aus und setzten ein Kursziel von 406 US-Dollar. Zuvor hatte Cantor Fitzgerald am 3. August die Einstufung „Overweight“ bestätigt und das Kursziel auf 445 US-Dollar angehoben.
An der Börse zeigt sich der Wert heute stabil und notiert bei 319,25 Euro, was einem Zuwachs von 0,2 % entspricht. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier damit eine Wertsteigerung von 6,1 %.
Vom aktuellen Niveau aus fehlen der Aktie noch rund 2,8 %, um das bisherige 52-Wochen-Hoch zu erreichen. Insider-Aktivitäten unterstreichen das laufende Aktiengeschehen: Mitte August übte das Management Mitglied Peter M. Andreski im Rahmen eines Vergütungsplans Optionen auf 4.170 Aktien aus.
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