Die Vorzeichen für die anstehenden Quartalszahlen des Zahlungsriesen Visa sind gemischt. Während das Unternehmen seine Präsenz im Kryptobereich ausbaut, sorgten regulatorische Vorschläge und Insider-Transaktionen in den letzten Wochen für Bewegung. Die eigentliche Nagelprobe steht jedoch erst nächste Woche an.
Die strategischen Weichenstellungen
Visa treibt seine Digitalstrategie konsequent voran. Kürzlich gab das Unternehmen eine neue Partnerschaft mit dem Infrastrukturanbieter Mercuryo bekannt. Diese soll es Nutzern erleichtern, Kryptowährungen über das Visa-Direct-Netzwerk in traditionelles Fiat-Geld umzuwandeln und bei Händlern auszugeben. Dieser Schritt unterstreicht Visas Bestreben, im wachsenden Markt für digitale Assets eine zentrale Rolle zu spielen.
Neben dieser strategischen Initiative musste die Aktie zu Jahresbeginn einen regulatorischen Dämpfer verdauen. Ein Vorschlag der US-Regierung, Obergrenzen für Kreditkartenzinsen einzuführen, löste vorübergehende Nervosität aus. Da Visa als reines Zahlungsnetzwerk kein direktes Kreditrisiko trägt, konnte sich der Kurs jedoch wieder erholen.
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Klarstellung bei Insider-Verkäufen
Besonderes Augenmerk lag zuletzt auf einer Transaktion von CEO Ryan McInerney. Er verkaufte am 2. Januar 10.485 Visa-Aktien. Wichtig für Anleger: Diese Transaktion erfolgte im Rahmen eines bereits im Mai 2025 eingerichteten, vorgeplanten Handelplans (Rule 10b5-1). Solche Pläne dienen dazu, den Anschein von Handeln auf Basis interner Informationen zu vermeiden. Der Verkauf ist somit als routinemäßige Maßnahme zu werten und nicht als Signal für die aktuelle Einschätzung des CEOs.
Diese Einordnung ist vor dem Hintergrund weiterer institutioneller Aktivitäten relevant. So reduzierte etwa die iA Global Asset Management im dritten Quartal ihre Visa-Position. Dennoch bleibt die institutionelle Beteiligung mit rund 82% weiterhin auf sehr hohem Niveau.
Der Fokus liegt auf der kommenden Woche
Alle Blicke richten sich nun auf Donnerstag, den 29. Januar. Nach Börsenschluss werden die Quartalszahlen für das erste Fiskalquartal 2026 veröffentlicht. In der derzeitigen Stillhaltephase vor der Veröffentlichung gibt das Unternehmen keine weiteren Kommentare ab. Die Marktteilnehmer werden die Zahlen insbesondere auf die Entwicklung der Zahlungsvolumina, das Wachstum im grenzüberschreitenden Geschäft und die strategische Ausrichtung im digitalen Zahlungsverkehr hin analysieren. Diese Ergebnisse werden die Richtung für die Aktie in den nächsten Wochen vorgeben.
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