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Virgin Galactic Aktie: Delta-Flug für Februar 2027 terminiert

Virgin Galactic lässt über den Namen des ersten Delta-Raumflugzeugs abstimmen. Der kommerzielle Start ist für Februar 2027 geplant, die Kosten am Spaceport sanken deutlich.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Abstimmung über vier Namensvorschläge
  • Erster Delta-Flug im Februar 2027
  • Zweites Raumschiff folgt im zweiten Quartal
  • Monatliche Standortkosten um 73,5 Prozent gesenkt

Virgin Galactic hat eine weltweite Abstimmung gestartet, um einen Namen für das erste Raumflugzeug seiner neuen Delta-Klasse festzulegen. Bis zum 27. August kann die Öffentlichkeit zwischen den vier finalen Vorschlägen Horizon, Explore, Ascend und Apeiron wählen. Diese symbolische Maßnahme erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen die Weichen für den nächsten großen Schritt im kommerziellen Weltraumtourismus stellt.

Kommerzieller Dienst ab Februar 2027

Die Einführung der Delta-Klasse gilt für die langfristige Profitabilität des Konzerns als entscheidend. Medienberichten zufolge wurde der erste kommerzielle Flug dieser neuen Generation nun für Februar 2027 terminiert.

Ursprünglich war ein früherer Termin ins Auge gefasst worden, doch technische Herausforderungen führten zu einer Verschiebung in das erste Quartal des kommenden Jahres. CEO Michael Colglazier erklärte hierzu, dass die Finanzen des Unternehmens durch diese zeitliche Anpassung nicht in Gefahr geraten seien.

Hinter den Kulissen bereitet Virgin Galactic bereits die Skalierung der Flotte vor. Ein zweites Exemplar der Delta-Serie soll planmäßig im zweiten Quartal 2027 folgen. Das erklärte Ziel des Managements ist es, die Frequenz der Starts massiv zu erhöhen und perspektivisch bis zu zehn Flüge pro Monat durchzuführen. Bisher wurden bereits mehr als 50 Tickets für zukünftige Reisen verkauft, für die Kunden durchschnittlich 750.000 US-Dollar bezahlen.

Bilanz der bisherigen Missionen

Die neue Phase folgt auf den Abschluss des Programms mit der VSS Unity. Dieses Raumschiff absolvierte im Juni 2024 mit der Mission „Galactic 07“ seinen letzten kommerziellen Flug. Damals wurden drei Privatpersonen sowie ein Forscher erfolgreich befördert. In der gesamten Historie der Unity-Flüge hat Virgin Galactic insgesamt 32 Personen im Rahmen von zwölf Missionen den Blick auf die Erde aus dem Weltraum ermöglicht.

Parallel zur technischen Entwicklung arbeitet das Unternehmen an seiner Kostenstruktur. Am Spaceport America in New Mexico, dem zentralen Standort für die Starts, konnten die Fixkosten deutlich gesenkt werden. Die monatlichen Gebühren fielen dort um 73,5 Prozent auf nun 50.000 US-Dollar.

Dieser Standort entwickelt sich zudem zu einem wichtigen Hub für die Industrie, da dort mittlerweile zwei Dutzend verschiedene Unternehmen aktiv sind, darunter auch Firmen aus dem Verteidigungs- und Drohnensektor.

Einordnung für Anleger

An der Börse spiegeln sich die Erwartungen an den Neustart im Jahr 2027 in einer moderaten Erholung wider. Die Aktie von Virgin Galactic beendete den Handel am Freitag bei einem Schlusskurs von 3,08 US-Dollar. Damit liegt das Papier zurzeit rund 6,8 Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt, der bei 2,88 US-Dollar verläuft.

Investoren beobachten nun genau, ob der neue Zeitplan ohne weitere Komplikationen eingehalten werden kann, um die avisierte Taktzahl bei den bemannten Flügen zu erreichen.

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Diskussion zu Virgin Galactic

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.