Der Rüstungszulieferer VINCORION steht vor entscheidenden Wochen. Am 23. April endet die 30-tägige Stabilisierungsphase durch J.P. Morgan. Ab dann übernimmt der freie Markt die Preisfindung vollständig. Bislang brauchte die Aktie diese Hilfe dringend.
Stützungskäufe enden
Kurz nach dem Börsendebüt notierte das Papier noch bei 20 Euro. Seitdem ging es stetig abwärts. Mitte April markierte der Kurs ein neues Tief bei 15,32 Euro. Damit rutschte der Wert deutlich unter den Ausgabepreis.
J.P. Morgan griff als Stabilisierungsmanager mehrfach stützend ein. Dieser vertragliche Mechanismus verhinderte einen tieferen Absturz in den ersten Handelswochen. Ab Ende April entfällt dieser Puffer. Die Aktie muss sich künftig aus eigener Kraft behaupten.
Volle Auftragsbücher, ambitionierte Ziele
Operativ bringt das Unternehmen starke Argumente mit. Ein Auftragsbestand von 1,1 Milliarden Euro sichert die Auslastung auf Jahre. Die Wedeler fertigen unter anderem Komponenten für den Leopard-Panzer. Parallel dazu läuft ein EU-finanziertes Projekt für mobile Stromerzeugung. Hier testet VINCORION neue Module unter extremen Bedingungen.
Der erste echte Realitätscheck folgt im Mai. Dann präsentiert das Management die ersten Quartalszahlen. Anleger erwarten konkrete Beweise für das ambitionierte Wachstum. Das Jahresziel sieht einen Umsatz von bis zu 320 Millionen Euro vor.
Vergangenes Jahr liefen die Geschäfte glänzend. Der Konzern steigerte den Umsatz um 18 Prozent auf rund 240 Millionen Euro. Der Nettogewinn verdoppelte sich fast auf 19,4 Millionen Euro. Besonders das margenstarke Ersatzteilgeschäft trieb diese Entwicklung an.
Aktionärsstruktur als Risikofaktor
Im Branchenvergleich wirkt die Bewertung moderat. Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 46 ist VINCORION günstiger als die direkte Konkurrenz. Peers wie RENK oder Rheinmetall rufen an der Börse deutlich höhere Multiples auf.
Ein Risiko bleibt die Aktionärsstruktur. Der Großinvestor STAR Capital hält aktuell knapp 53 Prozent der Stimmrechte. Im Herbst endet die Haltefrist für dieses Aktienpaket. Verkauft der Investor dann Anteile, droht neuer Druck auf den Kurs.
Die Schonfrist an der Börse ist endgültig vorbei. Nächste Woche fällt das Sicherheitsnetz der Banken weg. Im Mai müssen die Quartalszahlen dann belegen, dass die operativen Ziele intakt sind. Enttäuscht VINCORION hier, droht ein rascher Test der bisherigen Tiefststände.
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